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SYRISCHE
WECHSELLIEDER
VON
NARSES
EIN BEITRAG ZUR ALTCHRISTUCHEN SYRISCHEN HYMNOLOGIE
NACH EINER HANDSCHRIFT
DER KÖNIGLICHEN BIBLIOTHEK IN BERLIN
HERAUSGEGEBEN, ÜBERSETZT UND BEARBEITET
FRANZ FELDMANN
DR. UND KEP. DBR THBOLOGIB
LEIPZIG
OTTO HARRASSOWITZ
1896
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DRUCK VON W. DRUGULIN IN LEIPZIG.
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DEM REICHSGRAFEN
HANS GEORG VON OPPERSDORFF
IN
FREUNDSCHAFT UND DANKBARKEIT
GEWIDMET.
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i-
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VORWORT.
Vorliegende Arbeit verdankt ihre Entstehung der Anregung des
Herrn Geheimrats Professor Dr. Sachau in Berlin. Der hochgeschätzte
Gelehrte machte mich nicht bloss auf die Gedichte des Narses (Ed.
Sachau: Kurzes Verzeichnis der Sachauschen Sammlung syrischer
Handschriften. Berlin 1885. cod. 174 — 176) und insbesondere auf
die yV^Vjtffr aufmerksam; er war so gütig, mir sein auf den Codex
174 — 176 bezügliches Manuskript für den jetzt fast vollendeten
grossen syrischen Katalog zur Verfügung zu stellen. Für alle An-
gaben über diesen Codex kann ich daher auf den Katalog verweisen.
Die Handschrift enthält 9 l6si\flSO, von denen eine veröffentlicht
ist. Die übrigen werden hier in syrischem Text und deutscher
Übersetzung geboten.^)
Die erste Sügithä, Bl. 46^ — 48^, ist Anhang zum Memra über
die Geburt Christi. Dieselbe besteht aus 53 Strophen von je 4 sieben-
silbigen Zeilen. Nach einer Einleitung von 9 Strophen beginnt ein
Zwiegespräch zwischen Maria und den Magiern. Ist Narses der
Verfasser dieses Gedichtes? Dasselbe veröffentlichte Lamy (in Sancti
Ephraemi Syri hymni et sermones. Mechliniae 1882. I. p. 130
sqq.) nach dem Maronitenbrevier (Pars hiemalis. Romae 1656. p.
OpdJK — ^ä<K) und der Kollation eines Codex des Brit. Mus. 14506 f.
163—166. Seine Übersetzung ist nach Johannes Baptista Marus
(S. Ephraemi opera gr. lat. III. 601 — 605). Eine deutsche Über-
setzung in Reimen findet sich bei Zingerle, Festkränze aus Libanons
Gärten. Villingen 1846. i. Abt. S. 156—162. Auszüge eines
») Eduard Sachau, Ober die Poesie in der Volkssprache der Nestorianer.
Sitzungsberichte der K. P. Akad. d. Wiss. XI 1896 S. 195—208.
2) Die Memre auf Bl. 113a— 128», 199a— 208 b und 208h— 215 1> behalte ich
einer späteren Edition vor.
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— VI —
syrischen Textes nebst lateinischer Übersetzung von demselben Ge-
dichte giebt Ebedjesu Khayyath, Syri Orientales. Romae 1871.
p. 158 sqq. Mit Absehung von dieser Frage schien eine volle Ver-
öffentlichung des Textes thunlich, weil die Zahl der Varianten sehr
erheblich ist, und der vorliegende Text jedenfalls eine ganz verschiedene
Tradition vorstellt
Die zweite Sügithä, Bit. 58^—61*, Anhang zum Memrä über
Maria, ist ein Dialog zwischen dem Engel Gabriel und Maria. Dieses
Gedicht s. bei Lamy 1. c. IL p. 590 sqq. In Officia sanctorum juxta
ritum ecclesiae Maronitarum. Romae 1656. p. ofjb« Metrische
Übersetzung bei Zingerle a. a. O. S. 48 — 54. Die Herausgabe ge-
schieht aus demselben Grunde wie oben.
Die dritte Sügitha, Bit. /i""— 73', Anhang zum M6mrä auf Epi-
phanie, ist ein Zwiegespräch zwischen Johannes und Christus. Auch
Lamy 1. c. I. p. 114 sqq. hat sie veröffentlicht.
Die vierte Sügithä, Bit. 83'' — 85 ^ Anhang zum Memra auf
Johannes den Täufer, ist ein Gespräch zwischen Volk und Johannes,
Johannes und Herodes.
Die fünfte Sügitha, Bit. 127^ — 129^ Anhang zum Memrä auf
den Gedenktag der Väter Diodor, Theodor und Nestorius, ist ein
Zwiegespräch zwischen Cyrillus und Nestorius.
Die sechste Sügithä, Bit. 148*— 150% Anhang zum Memrä über
das Zeitalter Christi, ist ein Zwiegespräch zwischen Kain und Abel.
Die siebente Sügithä, Bit. 173'' — 17 5 ^ Anhang zum M^mrä
auf Palmsonntag, ist ein Zwiegespräch zwischen Christus und den
Pharisäern.
Die achte Sügithä, Bit. 215^ — 2I7^ Anhang zum Memrä auf
Ostern, ist ein Zwiegespräch zwischen Cherub und Räuber.")
Die neunte Sügithä, Bit. 228^— 230^ Anhang zum Memrä für
den Freitag der Bekenner, ist ein Zwiegespräch zwischen König und
Märtyrern.
Eine andere Handschrift von Gedichten des Narses befindet sich
im Museo di Borgia in Rom. In einem Artikel der Zeitschrift für
Assyriologie, herausgegeben von Karl Bezold, Weimar 1894, IX. Bd.
4. Heft S. 373 schreibt darüber P. Cersoy: Serie K VI vol. V Pommes
de Narses. Ces po^mes, qui sont au nombre de trente-trois, tiennent
X) S. oben S. V Anm. i.
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— VII —
ä la fois de Thymne et de rhom^lie. EUes se rapportent ä diverses
fötes et ä divers myst^res de la religion. In einer Anmerkung sagt
der Verfasser, nachdem er die fehlerhafte Überschrift von dem Ge-
dicht 32 verbessert hat: eile est par consequent de Nars^s comme
toutes les autres. Von den 33 Gedichten ist wenigstens eins, nämlich
Nr. 25, ebenso wie in der Berliner Handschrift nicht von Narses, wie
aus der Überschrift hervorgeht.") In den 26 Gedichten stimmen
beide Handschriften überein. Über die Entstehung der römischen
Handschrift schreibt Ebedjesu Khayyath 1. c. p. 134: pauca supersunt
ex ejus (Narsaei) lucubrationibus in manuscriptis, inter quas primo
loco sunt certe memoranda carmina seu sermones de dispensatione
dominica aliique a nobis allegati, qui exstant in uno volumine in biblio-
thecis nostrarum ecclesiarum in Mesopotamia et Assyria. Deerant
omnino saltem hie Romae — an alibi in aliqua bibliotheca exstent
sermones metrici Narsaei ignoro, velde autem dubito — Codices con-
tinentes Narsetis carmina chaldaica; et diutius adhuc fuissent, nisi
laudatus D.Jos. David superiori anno h. e. 1869 Mossuli me curante
unum exemplar ex nostris manuscriptis exscribere fecisset, sumptibus
S. C. de Propaganda fide pro coli. urb. bibliotheca, ubi hodie asser-
vatur dignum, quod quam citius lucem conspiciat.
Aus dieser Handschrift soll Cardahi im liber thesauri, Romae 1875,
p. 47—51 ein Stück des ersten Memra veröffentlicht haben. Ferner soll
des H. Gismondi Linguae syriacae grammatica, Beirut 1890, einen Teil
des 6. Memra über Johannes den Täufer enthalten.
In der römischen Handschrift finden sich manche Varianten.
Leider ist der Zutritt zum Museo di Borgia so schwer, dass es mir
bei einem kürzeren Aufenthalt in Rom nicht möglich war, alle aus-
zuschreiben.
Auf der Königlichen Bibliothek zu Berlin befindet sich eine
Handschrift, cod. 219, welche einen zwölfsilbigen Memra über Joseph
(den Sohn Jakobs) von der Hand des Narses enthält. Ein Teil ist
in einer Dissertation veröffentlicht: Die Geschichte Josephs von Mar
Narses, herausgegeben von Viktor Grabowski, Berlin 1889.
Weitere Handschriften und Publikationen von Gedichten des
Narses giebt Grabowski a. a. O. S. 8. Ausserdem ist ein Stück von
einem Memra des Narses im breviarium chaldaicum, pars I, Lutetiae
I) Vgl. Sachau, Katalog der Syr. Hdschr. d. K. Bibl. zu Berlin S. 197.
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— vra —
Parisiorum 1886 p. 468*. Nach dem Journal Asiatique 1895 p. 92
sind Gedichte von Narses auch vorhanden dans la biblioth^que du
Patriarcat Grec orthodoxe de Jerusalem. Cod. 2 XII. Chant (^jkA^oA»)
de Mar Narses sur Titus le bon larron: dialogue entre un ch^rubin
et le voleur (p. 96).
Cod. 7 2°a. Hymne de Narses poür la nuit des dimanches et
des fetes de N. S.
Cod. 7 2^ c. Hymne de Narses: 2^*3003 ^mA^S IdOl.
An dieser Stelle sei es mir erlaubt, Herrn Geheimen Regierungsrat
Professor Dr. Sachau in Berlin, Herrn Professor für alttestamentliche
Exegese Dr. phil. et theol. G. Hoberg in Freiburg i. Br., Herrn
Militärpfarrer H. Goussen in Strassburg i. E. und Herrn Privatdocenten
Dr. phil. B. Vandenhoff in Münster für ihre Unterstützung mit Rat
und That meinen Dank auszusprechen.
Berlin, den 6. August 1896.
Der Herausgeber.
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INHALTSVERZEICHNIS.
Seite
Einleitung: Leben und Schriften des Narses i — 5
Deutsche Übersetzung 6 — 55
Syrischer Text der ;frI\oi& i — 35
1. Maria und die Magier 2 — 6
2. Der Engel (Gabriel) und Maria 6 — 11
3. Johannes und Unser Herr 11 — 14
4. Schar, Johannes, Herodes 15 — 18
5. Cyrillus und Nestorius 19 — 23
6. Kain und Abel 23 — 27
7. Pharisäer und Unser Herr 27 — 32
8. König und Märtyrer 32 — 35
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L
EINLEITUNG.
s I.
Leben des Narses").
Narses wurde geboren in der ersten Hälfte des 5. Jahrhunderts.
Da ihn der Nestorianer 'Amr') Maalthajensis nennt, so wird das
heutige Maalthaja^) in der Diöcese Amedia seine Vaterstadt sein.
Sein Lehrer war Theodor von Mopsuestia (f 428). Dessen
rühmt er sich mit den Worten:*)
0010 s^auAoa ^o^ ll^^ai ^1 \S l^cf\ aj^ai sA^o? Aj^o]^
<«;1m099 TiliQ^a Aaqa JKo^ ^^ibouäl
Später war er Lehrer zu Edessa. Als begeisterter Schüler
Theodors und eifriger Anhänger seiner Lehre 5) wurde er samt den
X) Ass. B. O. m. I. p. 64 sqq. ») Ass. B. O. in. I. p. 64. 3) Badger, the
Ncstorians and their rituals. voL I. p. 174; Ebedjesu Khayyath, Syri Orientales.
Romae 1870 p. 133; G. Hoffmann, Auszüge aus syrischen Akten persischer Mär-
tyrer. Leipzig 1880. S. 208 f. 4) Sachau 174—176, Bl. 124 b. Mit diesen
Worten scheint Narses sagen zu wollen, dass er aus dem Munde Theodors unter-
richtet worden sei. Dagegen schreibt *Amr (Ass. B. O. III. I. p. 64): Narses,
einst von Theodul, des Diodor Schüler, gefanden, wurde von ihm gesegnet und
die Zunge des Orients, der Dichter der christlichen Religion genannt. Ebedjesu
(Ass. B. O. III. I. p. 64) verändert den Namen Diodor in Theodor. Am besten
wird also das Citat so verstanden, dass die Schriften Theodors unserm Dichter
Führer und Lehrer waren. — Die Notizen (angeblich von 'Amr) über Narses (auch
S. 2) gehören wohl dem älteren Mare zu. S. G. Hoffmann a. a. O. S. 6 nnd
H. Gismondi, Maris Amri et Slibae de patriarchis Nestor, commentaria ex codd.
Vat. Pars altera: Amri et Slibae textus. Romae 1896. p. 35 (H. Goussen). 5) Vgl.
die Verherrlichung Theodors in Cod. Sachau 174—176, BL 113»— 129b.
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übrigen Lehrern der persischen Schule in die nestorianischen Streitig-
keiten verwickelt.') Die Schule wurde aufgelöst.*) Narses floh
nach Nisibis in Persien, wo die Vertriebenen freundliche Aufnahme
fanden. 3) Hier gründete er eine neue Schule und wurde ihr erster
Lehrer.^) Er starbt), nachdem er sich durch eine glänzende Lehr-
thätigkeit^) und viele schätzbare schriftstellerische Leistungen 7) ein
dauerndes Andenken bei der Nachwelt*) gesichert hatte.
Die gegebenen Notizen aus seinem Leben lassen sich mit vielen
und übereinstimmenden Zeugnissen belegen; aber grosse Verwirrung
herrscht rücksichtlich der Zeit seiner Flucht nach Nisibis. Das Jahr
derselben ist massgebend für die Feststellung seines Todesjahres.
Dass Narses im Jahre 489, als Zeno Kaiser und Cyrus Bischof von
Edessa war, vertrieben sei, behauptet Simeon, Bischof von Beth-
Arsam,9) während Bar-Hebräus'°) dieses Ereignis in die Regierungszeit
des Bischofs Rabulas von Edessa (+435) verlegt. Assemani") ent-
scheidet sich für das letztere. Zu den Gründen, die er für seine
Ansicht angiebt, könnten hinzugefügt werden das oben angeführte
Zeugnis des Narses,") sofern es beweist, dass er unmittelbar ein
Schüler des Theodor von Mopsuestia war, sein hitziger und, wie es
scheint, persönlicher Kampf gegen Cyrill (f 444), '3) sowie seine
Freundschaft und Feindschaft mit Barsumas in Nisibis, worüber Bar-
Hebräus**) und 'Amr'*) berichten.
War Barsumas wenigstens schon 485 Bischof und sein Nach-
folger Hosea 496 bereits im Amte*^), so dürften sich die erzählten
Ereignisse eher vor '7) als nach 489 abgespielt haben.
Kam Narses schon vor dem Jahre 489 nach Nisibis, dann li^
«) Ass. B. O. I. p. 352; Hefele, Konziliengeschichte. Freiburg i. Br. 1875.
n. S. 385. 2) Am. B. O. m. II. p. 70; L p. 353. 3) Martin, Saint Pierre et Saint
Paul dans L'Eglise nestorienne. Paris 1875. P* XIII; Hergenröther, Kirchengeschichte.
3. Aufl. Freiburg L Br. L S. 329. 4) Ass. B. O. IIL L p. 65. 5) Ass. B. O. IL
p. 407; William Wright, Syriac Literature. London 1894. p. 58. 6) 7) Ass. B. O.
IIL L p. 64* ^) J- Guidi, Gli statuti della scuola di Nisibi in Giornale della
Societä Asiatica Italiana voL IV 1890. p. 165 — 195. 9) Ass. B. O. I. p. 353.
w) Chron. Eccles. II. p. 77; Ass. B. O. II. p. 407. x») Ass. B. O. II. p. 402.
") Oben S. i. '3) Ass. B. O. IIL L p. 64 seq. m) Ass. B. O. II. p. 407.
xs) A«8. B. O. m. L p. 64. .x6) W. Wright 1. c p. 57. »7) VgL dazu noch Ass.
B. O. II. p, 401 seq.
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— 3 —
kein Grund mehr vor, die Angabe des Bar-Hebräus,») welcher den
Tod des Narses in das Jahr 807 der Griechen, d. h. 496 nach Christi
Geburt verl^, zu bezweifehi.
8 2.
Schriften des Narses.
Narses war ein sehr fruchtbarer Schriftsteller. Aber nur wenige
von den Werken, welche Ebedjesu^ in seinem Kataloge angiebt,
sind erhalten.
„Er wird Cither des hl, Geistes genannt, weil er der Erfinder
des sechssilbigen Gedichtes ist, und weil er die herrlichsten Werke
über die verschiedensten Gegenstände hinterlassen hat". 3) Unter
den bis jetzt bekannten Gedichten 4) findet sich im angeget>enen
Metrum keines vor.s) Die MemrS bestehen aus Strophen von 2 je
zwölfsilbigen Zeilen. Dieses zwölfsilbige Metrum ist offenbar ent-
standen durch eine dreimalige Setzung der viersilbigen Zeile. Würde
man die zwölfsilbige Zeile in drei viersilbige Zeilen auflösen, so wäre
der Zusammenhang nicht beeinträchtigt; zerstört aber würde er, wenn
man die Zeile in 2 sechssilbige teilen wollte. Da würde z. B. das
Substantiv im Status constructus vom zugehörigen Nomen getrennt,
die sechste Silbe fiele mitten in ein Wort Da jede Strophe aus
2 zwölfeilbigen Zeilen besteht, so setzt sich dieseH)e aus 6 Versen
zusammen. Jeder Vers hat 4 Silben, von denen die erste und dritte
jedesmal den Ton erhält.^)
Einige MemrS^) sowie die als JJlyA^OA bezeichneten Gedichte
bestehen aus Strophen von je 4 siebensilbigen Versen.*) Die letztem
Dichtungsarten nehmen unser Interesse besonders in Anspruch. Nach
X) Ass. B. O. II. p. 407. Wright (L c. p. 58) glaubt, dass Narses im Anfang
des 6. Jahrhunderts gestorben sei, weil er es ab wahrscheinlich annimmt, dass
die Flucht nach Nisibis im Jahre 489 geschehen sei. >) Ass. B. O. m. L p. 65
seq.; W. Wright 1. c. p. 59. 3) Ass. B. O. HL I. p. 65 a. 6. 4) Vgl. das Vorwort
5) H. Grimme (Der Strophenbau in den Gedichten Ephräms. Freiburg L Schw. 1893.
S. 27 ff. Schema 14, 15, 16, 17) bestreitet die Richtigkeit der Ansicht Assemanis,
da das sechssilbige Metrum schon von Ephräm, ja sogar in den Fragmenten der
gnostischen Dichtungen angewendet werde (H. G. a. a. O. S. 7). ^ H. Grimme
a. a. O. S. 18. Schema A3. 7) Sachau, Katalog S. 190. 8) Nach den Unter-
suchungen Ton Grimme a. a. O. S. 30 würde auf sie das Schema A 19 anzu-
wenden sein.
1*
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— 4 —
einem aus 5 bis 10 Strophen bestehenden Eingang, in welchem der
Dichter Gott zum Helfer anruft und die zur Darstellung gewählte
biblische oder kirchengeschichtliche Scene einleitet und vorbereitet,
beginnt ein Wechselgespräch zwischen zwei Personen in alphabetischer
Ordnung der Art, dass je zwei Strophen, von denen die erste die
Worte der einen, die zweite die der andern Person enthält, mit dem-
selben Buchstaben anfangen. Während die M6mr6 an Mattigkeit und
Weitschweifigkeit leiden, ja geradezu abstossen durch die Breite der
Darstellung, durch stete Wiederholung und ungemessene Ausführung
derselben Gedanken und Bilder,^) sind diese Gedichte durch die ge-
wählte Form und die lebhafte in Frage und Ausruf sich ergehende
Sprache unserm Geschmack näher gebracht. Einige Ausfuhrungen
dürften wahre poetische Schönheit in Anspruch nehmen.
Es drängt sich uns die Frage auf, ob Narses die poetische Form
des Wechselliedes') erfunden hat. Die Beantwortung derselben hängt
davon ab, ob die im Vorwort 3) angegebenen Gedichte, welche Lamy
als Hymnen Ephräms veröffentlicht hat, letzterem zuzusdireiben sind.
Der Erzbischof Ebedjesu Khayyath setzt in die Autorschaft des Narses
bezüglich der Sügithä von Maria und den Magiern keinen Zweifel.
Er schreibt i'^) hos quattuor versiculos Narsaei jam inseruit et canit
ecclesia Chaldaeorum in suo magno tomo circuli sc. officio divino
anni inter natalem et epihaniam. In der Handschrifts) sind die
fäSso)^ ausdrücklich, nicht aber die ltst\fiJ^f als Dichtungen des
Narses bezeichnet. Man könnte also bei der einzelnen Sügithä immer-
hin einen andern Verfasser annehmen.
Was die fragliche Abfassung durch Ephräm angeht, so nennt
das Maronitenbrevier^) die Sügithä von Maria und dem Engel
)NiA*9S2 )JK*VjOA* Die Handschriften, welche Lamy benutzte,
stammen aus dem 9. oder 10. Jahrhundert; sie geben am Schluss der
Gedichte Ephräm ausdrücklich als Autor an. 7)
i) VgL O. Bardenhewer, Patrologie. Freibarg i. Br. 1894. S. 363. 2) Die Be-
zeichnung Wechsellied ist entlehnt der Abhandlung von £. Sachau, Über die Poesie in
der Volkssprache der Nestorianer a. a. O. S. 194. 3) Oben S. Vf. 4) L. c. p. 159.
5) Bit. 3l>: Im Vertrauen auf die Kraft unseres Herrn J. Chr. beginnen wir xu
schreiben einen Band der M£mr6 von der Heilsökonomie, welche gedichtet sind
von dem heiligen und Christus liebenden Mar Narses, dem Presbyter und Exegeten.
Ebenso am Schluss des Bandes Bit. 269 «. 6) L. c p. u/^, 7) VgL Lamy L c.
I. p. 2. 113. H4.
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Selbst wenn aber Narses der Verfasser dieser Gedichte wäre,
so hätte er doch eine bestehende poetische Form benutzt. Schon
von Ephräm sind uns Akrostichen und Wechsellieder*) überliefert.
Die syrischen Akrostichen haben an den alphabetischen Psalmen und
Klageliedern ihr Vorbild. Ephräm hat alphabetische, Namen- und
Titelakrosticha gedichtet. *) Derselbe ist auch Verfasser von Wechsel-
liedern. 3) Diese sind unstreitig dem grössten syrischen Dichter zu-
zuschreiben. 4) Sie sind zwar nicht alphabetisch, im übrigen aber
strophisch gegliedert wie die von Narses überlieferten Sugithen. Nach
einer einleitenden Strophe folgt das Responsorium. Darauf beginnt
das Wechselgespräch, und zwar zwischen Tod und Teufel und zwischen
Mensch und Tod. Das Versmass ist 7474. Auch die Zeit nach
Ephräm kennt ähnliche poetische Erscheinungen. Diese Gedichte sind
von Cyrillonas und Isaak von Antiochien verfasst.«) Sie enthalten
Zwiegespräche, wenn dieselben auch nicht in genauer strophischer
Gliederung verlaufen. Die Sügitha von Cyrillonas handelt über die
Fusswaschung. Das Gedicht von Isaak von Antiochien ist ein M6mrä;
es ist gegen Eutyches gerichtet und besitzt viel Ähnlichkeit mit der
von Narses verfassten Sügitha über Cyrillus und Nestorius.
Wenn schon vor Narses Wechsellieder in der syrischen Poesie
vorkommen, wenn insbesondere Ephräm viele derartige Dichtungen
verfasst hat, dann brauchen wir nicht mehr nach griechischen Vor-
bildern zu suchen, dann ist das Wechsellied Eigentum der orien-
talischen Kirche, zumal das Hohelied als Vorbild und Muster dienen
konnte.
x) Wechsellied ist wohl zu unterscheiden von Wechselgesang. Ersteres ist
so benannt wegen seines Inhaltes, letzterer Ausdruck dagegen bezeichnet die Art
des Vortrages. Nach alter, angeblich von Ignatius Ton Antiochien eingeführter
Sitte (Lamy, L c. proleg. p. I seqq.) sang man in den christlichen Kirchen doppel-
chörig. Wenn der erste Chor die Strophe beendet hatte, musste der zweite Chor
(H. Grimme a. a. O. S. 13) oder das gesamte Volk (G. Bickell -^ s. N. 5 — S. 15 Anm.)
den Refrain (;£s«Aa^), der entweder konstant war oder variierte, folgen lassen.
3) VgL H. Grimme a. a. O. S. 13 ff. und die Zusammenstellung derselben unter
den einzelnen Schemata von S. 18 an. 3) G. Bickell, St. Ephraemi carmina Nisi-
bena. Lipsiae 1866. p. 104 — 128. 4) S. den Beweis bei G. Bickell 1. c. p. 5. 6.
5) H. Bickell, Ausgewählte Gedichte der syrischen Kirchenvater. Kempten 1872
S. 32 ff. und S. 119 ff.
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Du
ÜBERSETZUNG.
Sügithä.*)
(Syr. Text S. 2).
Brüder!*) i. Bei der Geburt des Sohnes ging auf ein Licht ^)
Und vertrieb die Finsternis aus der Welt,
Und der Erdkreis erstrahlte, damit er preise
Den Glanz ^) des Vaters, der in Juda sich erhob.
2. Er kam aus dem Schoss der Jungfrau.
Als er erschien, da wich der Schatten,
Und die Finsternis des Irrtums wurde durch ihn vertrieben,'
Und das Land erstrahlte im Glänze, um zu preisen.
3. Unter den Völkern entstand grosses Geschrei:
In der Finsternis ist ein Licht aufgegangen.
Freudig priesen die Nationen
Den, bei dessen Geburt die Welt erstrahlte.
4. Sein Licht strahlte über den Orient,
Und erleuchtet wurde Fersien durch den Stern,
Welcher niederstieg, ihm Botschaft brachte und es einlud,
Zu kommen zum Licht, das alle erfreut.
5. Eilends kam das Licht und ging auf
In der Finsternis und rief die Völker,
Dass sie kämen und sich freuten
Über das grosse Licht, das auf die Erde herabgestiegen.
6. Eins von den Lichtgestimen
Sandte der Himmel, 5) damit es verkünde
Den Persern, dass sie zum Aufbruch sich rüsteten.
Um zu schauen und anzubeten den König.
X) Der Stoff zu dieser Sügtthä ist Matth. 2, i— 13 entnommen,
a S. syr. Text. 3) Matth. 2, 2. 4) Hebr. i, 3.
5) Himmel ^ Gott; vgl. Dan. 4, 23; Luc 15, 18.
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— 7 —
7- Als Gross-Ass)men dies vernahm,
Rief es die Magier und sprach zu ihnen:
Nehmet Geschenke und gehet und ehret
Den grossen König, der in Juda sich erhoben hat
8. Die Fürsten der Perser nahmen freudig
Geschenke und brachten sie ihm
Und opferten dem Sohn der Jungfrau
Gold und Myrrhen und Weihrauch,
g. Sie gingen hinein und fanden ihn als Kind
Eingewickelt und in einer Krippe liegend,
Und niederfallend beteten sie freudig an
Und opferten ihm ihre Geschenke.
Maria xo. Maria sprach: wozu das?
Warum? welche Ursache
Hat euch gerufen, dass ihr aus eurem Lande kommt
Zu eines Königs Sohn mit euren Schätzen?
Magier ii. Die Magier sprachen: König ist dein Sohn,
Der Kronen flicht, und Herr des Alls,
Und erhaben ist seine Herrschaft über die Welt,
Und seiner Königsmacht ist jeder unterthan.
Maria 12. Wann ist das geschehen,
Dass einen König gebar eine Arme?
Bedürftig bin ich und mittellos.
Wie kann ein König aus mir hervorgehen?
Magier 13. An dir allein ist dies geschehen,
Dass ein grosser König in dir erscheint
Deine Armut ist durch dich geehrt,
Und deinem Sohn sind Kronen unterthan.
Maria 14. Keinen Königsschatz habe ich.
Mit Reichtum war ich nie beglückt.
Arm ist das Haus, und die Wohnung dürftig;
Darum nennet nicht König meinen Sohn!
Magier 15. Ein grosser Schatz ist dein Sohn
Und Reichtum, der hinreicht, um alle zu bereichem.
Alle Schätze werden arm,
Aber er ninmit nicht ab, noch wird er klein.
Maria 16. Vielleicht ist ein anderer jener Neugeborene.
Über die Geburt eines Königs stellet Nachforschung an.
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— 8 —
Denn dieser ist der Sohn einer Armen,
Die einen König nicht sehen kann.
Magier 17. Kann denn verborgen sein
Der Weg zum Sohne, nachdem er geoffenbaret ist?
Nicht Finsternis rief und führte uns. [dein Sohn.
In seinem Lichte sind wir einherg^angen, denn König ist
Maria 18. Ihr sehet, das Kind ist ruhig,
Und das Haus seiner Mutter dürftig und arm.
Königliche Dinge sind nicht darin.
Wie kann also aus mir ein König kommen?
Magier 19. Wir sehen, dass ruhig und still
Und niedrig ist das Kind, wie du sagst,
Aber femer sehen wir, dass es die Sterne [bringen.
Durch seinen Wink antreibt, damit sie von ihm Botschaft
Maria 20. Es ziemt sich, ihr Männer, dass ihr forschet,
Wer der König ist, und dann anbetet.
Vielleicht hat der Weg irre geführt,
Und der König ist jener andere, der geboren wurde.
Magier 21. Es ziemt sich, o Jungfrau, dass du nachforschest;
Denn dass dein Sohn König ist, wissen wir
Von dem Lichte jenes Sternes,
Dessen Weg glanzvoll ist, und der uns geleitet hat.
Maria 22. Klein ist das Kind, und nicht besitzt es
Königskrone noch Thron.
Was habt ihr denn gesehen, dass ihr darbringt
Wie einem König eure Schätze?
Magier 23. Klein ist dein Kind, wie du sagst,
Und still, bis es sich offenbart.
Dann kommt die Zeit, )vo sich beugen
Vor ihm alle Kronen und es anbeten.
Maria 24. Mein Sohn hat nicht Heeresmacht
Noch Legionen und Ordnungen.
Er ruht in der Armut seiner Mutter.
Warum wird er von euch König genannt?
Magier 25. Die Heere deines Sohnes sind oben.
Mit Feuer und Flamme bekleidet
Von einem aus ihnen, der kam und uns rief.
Ward unserm ganzen Land die frohe Botschaft verkündet
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— 9 —
Maria 26. Klein ist das Kind; wie ist es möglich,
Dass es sein wird König der Welt?
Wie kann für Helden und berühmte Männer
Ein Knabe Führer sein?
Magier 27. Jung ist dein Kind, o Jungfrau,
Ja alt und jung, bis es sich offenbart.
Adam ist viel jünger als es,
Durch dasselbe werden die Geschöpfe erneuert.
Maria 28. Sehr geziemend ist es, dass ihr erkläret
Das ganze Geheinmis und es aufhellet.
Wer hat euch kundgethan das Geheimnis,
Dass mein Sohn König ist, in eurem Lande?
Magier 29. Es ziemt sich auch, dass du glaubst.
Denn wenn die Wahrheit uns nicht führte.
Dann hätten wir nicht aus unserm Lande
Wegen deines Sohnes Geschenke gebracht.
Maria 30. Das ganze Geheimnis, wie es sich vollzogen hat
Dort bei euch in eurem Lande,
Thuet mir jetzt kund als Freunde:
Wer hat euch das Geheimnis meines Sohnes geoffenbart?
Magier 31. Ein grosser Stern ist uns erschienen.
Welcher herrlicher war als (alle) Sterne.
Unser Land wurde durch sein Licht entzündet,
Dass ein König geboren sei, verkündete er uns.
Maria 32. Ich bitte euch, saget nicht
Solches an unserem Orte, damit nicht beunruhigt werden
Die Könige des Landes und Nachstellungen bereiten
Dem Kinde, von Neid getrieben.
Magier 33. Fürchte dich nicht, o Jungfrau,
Denn alle Kronen bricht dein Sohn
Und legt sie unter seine Ferse.
Nicht schaden sie ihm durch Neid.
Maria 34. Vor Herodes fürchte ich mich:
Der unreine Wolf wird in Aufregung geraten
Und sein Schwert zücken und mit demselben abschneiden
Die süsse Traube, bevor sie reif ist
Magier 35. Vor Herodes furchte dich nicht!
In der Hand deines Sohnes steht sein Thron;
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— 10 —
Sobald er neidisch ist, wankt er und wird gestürzt.
Und seine Krone fallt, und elend geht er unter.
Maria 36. Ein Thal des Blutes ist Jerusalem.
In ihm werden die Gerechten getötet.
Wenn es ihn erkennt, fallt es über ihn her.
Redet im Geheimnis und verursacht keinen Aufruhr!
Magier 37. Alle Thäler und Engen
Ruhen in deines Sohnes Hand.
Es rastet das Schwert Jerusalems.
Wenn er nicht will, wird kein Mord verübt
Maria 38. Die Schriftgelehrten und Priester von Jerusalem
Ergötzen sich am Blute; [Schwert
Sobald sie Kunde empfangen, zücken sie das mörderische
Wider mich und den Sohn, Magier schweiget!
Magier 39. Die Schriflgelehrten und Priester können nicht
Deinem Sohne schaden durch Neid.
Denn durch ihn wird ihr Priestertum aufgelöst,
Und ihre Feste werden abgeschafft.
Maria 40. Ein Engel verkündete mir, als ich empfing
Das Kind, dass ein König sei mein Sohn,
Und erhaben, unzerstörbar seine Krone.
Also wie ihr hat er mir kund gethan.
Magier 41. Ja, der Engel, von dem du sprichst,
Hat als Stern uns Kunde gebracht.
Er hat uns belehrt und die Botschaft gegeben,
Dass er erhabener und gepriesener sei ab die Sterne.
Maria 42. Erkläret und verkündet hat mir
Jener Engel, der mir erschien,
Dass seine Herrschaft ohne Ende sei, [es nicht bekannt werde.
Jedoch das Geheimnis wird von mir (noch) bewahret, damit
Magier 43. Auch uns hat der Stern belehrt,
Dass Herr der Höhe jenes Kind sei,
Und dass dein Sohn über die Lichtgestirne herrsche,
Und dass sie nicht aufgingen, wenn er nicht Befehl gäbe.
Maria 44. Als der Engel bei mir erschien.
Nannte er ihn seinen Herrn, bevor er empfangen war.
Und als Sohn des Höchsten verkündete er ihn mir.
Wer sein Vater ist, weiss ich nicht.
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— II —
Magier 45. Auch uns verkündete der Stern,
Dass jenes Kind Herr der Welt sei,
Und dass sein Ruhm über alle Völker sich erhebe.
Und sein Wille alles lenke.
Maria 46. Euch offenbare ich
Ein zweites Geheimnis, damit ihr bestärkt werdet:
Jungfräulich habe ich den Sohn geboren,
Sohn Gottes ist er, gehet, verkündet ihn!
Magier 47. Auch der Stern hat uns vorher belehrt,
Dass dein Kind grösser sei als die Welt,
Dass dein Sohn erhaben über alles
Und Gottes Sohn sei, wie auch du gesagt hast.
Maria 48. Die Höhe und die Tiefe sind mir Zeugen,
Die Engel alle und die Sterne,
Dass jungfräulich ich den Sohn gebar,
Und er Sohn Gottes ist, gehet, verkündet ihn!
Magier 4g. Die ganze Höhe setzte durch einen Stern
Persien in Bewegung und verkündete ihm,
Dass dein Sohn Gottessohn,
Und alle Völker ihm unterthan seien.
Maria 50. Den Frieden bringet in eure Länder!
Tiefer Friede möge in eurer Heimat herrschen!
Möget ihr Glauben finden als Apostel der Wahrheit
Auf dem ganzen Verlauf eurer Reise!
Magier 51. Der Friede deines Sohnes wird uns führen
Unversehrt in unser Land, wie er uns gebracht hat.
Und wenn seine Herrschaft die Welt in Besitz nimmt.
Dann möge er auch unser Land heimsuchen und es segnen.
Maria 5a. Jubeln soll Fersien über eure Botschaft!
Freuen soll sich der Erdkreis über eure Reise!
Sobald die Herrschaft meines Sohnes erscheint.
Möge sein Friede in eurem Lande wohnen!
Magier 53. Freudig soll singen die Kirche
Preis bei der Geburt des Erhabenen,
Durch den Höhe und Tiefe erstrahlten!
Gepriesen sei, durch dessen Geburt die Welt erglänzte!
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— 12 —
Sugithä/)
(Syr. Text S. 6).
I. Kraft*) des Vaters, welche du herabgestiegen bist und gewohnt hast
Im jungfräulichen Schosse, weil deine Liebe es so wollte:
Gieb mir einen Mund, dass ich besinge
Von dir das grosse, unbegreifliche Ereignis!
a. Sohn des Reichen, dessen Erbarmen sich geneigt,
Der du gewohnt hast im Schoss der Armen,
Gieb mir Stimme und Wort,
Dass ich staunend dich besinge!
3. Zu gering ist der Mund, um dich zu preisen,
Und die Zunge, um dich zu erklären,
Zu schwach ist Stimme und Wort,
Um von dir zu erzählen: befiehl und ich werde dich loben!
4. Lass mich, Herr des Alls, hinzutreten
In Furcht zu der Majestät
Des Fürsten der Engel, als er die Botschaft brachte
Der Jungfrau-Mutter über deine Herabkunft
5. O ihr Weisen, kommet, horchet, vernehmet
Die wunderbare Erzählung!
Singet Preis dem, der sich herabgelassen hat,
Lebendig zu machen Adam, der verloren war!
6. Die Liebe des Vaters winkte dem Sohne,
Hinabzusteigen, seine Schöpfung zu erlösen.
Gabriel rief er herbei und trug ihm auf, '
Seiner Ankunft den Weg zu bereiten.
7. Bei einer Tochter Davids ging auf seine Liebe:
Sie sollte Mutter werden dem.
Der Adam und die Welt erschuf.
Dessen Name vor der Sonne ist.
8. Jener unbegreifliche Wille
Rief einen Engel und beauftragte ihn.
Das Haus der Ordnungen zu verlassen, er sandte ihn
Zur reinen Jungfrau, ihr die Botschaft zu bringen.
1) Die biblische Vorlage bot Luc. I, 26—39 und l, 46—56.
2) Vgl Matth. 26, 64.
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- 13 —
g. Er trug die Botschaft, versiegelt
Durch ein Geheimnis, das der Welt verborgen.
Das voll des Friedens war für die Jungfrau
Und voll guter Hoffnung für alle Völker.
IG. Der Geist flog, stieg herab und kam
Zur Armen, fiel nieder voll Ehrfurcht,
Grüsste sie und brachte ihr die Botschaft
Von ihrer Empfängnis, die alle in Erstaunen setzt.
Engel II. Der Engel sprach zur Jungfrau :
Der Friede sei mit dir, Mutter meines Herrn!
Gebenedeiet bist du, Mutter meines Herrn,
Und gebenedeiet ist die Frucht deines Leibes.
Maria 12. Maria sprach: wer bist du, Herr?
Was bedeuten deine Worte?
Fremd ist mir das, was du sagst,
Und seinen Sinn kann ich nicht erfassen.
Engel 13. Gebenedeiete unter den Weibern! Es gefiel.
In dir zu wohnen, dem Grossen, furchte dich nicht!
Durch dich beschloss der Allgütige,
Sein Erbarmen über die Welt auszugiessen.
Maria 14. Ich bitte dich, Herr, setz' mich nicht in Erstaunen,
Damit ich nicht verwirrt dir zustimme!
Fem ist von mir, was du sagst.
Das kann ich nicht erfassen.
Engel 15. Geoffenbart hat mir der Vater, und ich oflfenbare dir
Das Geheimnis, welches zwischen ihnen besteht.
Zwischen ihm und seinem Sohne, da er mich sandte
(Mit der Botschaft,) dass er aus dir der Welt erscheint.
Maria 16. Flamme bist du, setz* mich nicht in Erstaunen!
Du, mit glühenden Kohlen bekleidet, erschrecke mich nicht!
O Feuergeist, wer hat dich beglaubigt?
Ganz Neues sagst du mir.
Engel 17. Erstaunt bist du, die du nicht glaubst,
Dass du wirst Wohnung geben der Hoflfnung, die ich dir
Betreffe der Empfängnis des Erhabenen, [gebracht
Welcher in deinem Schosse weilen will.
Maria 18. Ich fürchte mich, Herr, dir zu glauben;
Denn auch meine Mutter Eva, als sie glaubte
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— 14 —
Der Schlange, welche wie eine Freundin sprach,
Wurde der Ehre beraubt.
Engel 19. Jene, meine Tochter, verführte
Deine Mutter Eva durch eine Botschaft.
Jener bin ich nicht ähnlich,
Denn von Grott bin ich gesandt.
Maria 20. Diese Sache, welche du nur erzählst,
Ist schwer [zu begreifen], deshalb tadle mich nicht!
Denn eine Jungfrau erhält keinen Sohn,
Und aus einer Frucht kommt nicht die Gottheit.
Engel 21. Den Auftrag gab mir der Vater, meine Tochter,
Seinen Gruss zu bringen und dir zu verkünden,
Dass sein Sohn aus deinem Schosse entsteht.
Gegen meine Worte streite nicht!
Maria 22. Schön ist dein Auftrag und dein Wort.
Wenn doch die Natur mich nicht verwirrte
Und in Furcht setzte, dir zu glauben!
Wie ist es denn möglich, mein Herr,
Dass in der Jungfrau eine Frucht erscheint?
Engel 23. Die Engel zittern vor seinem Worte;
Wenn er befiehlt, zeigen sie keinen Augenblick Ver-
wegenheit.
Und du, du fürchtest dich nicht?
Du wirst grübeln über das, was der Vater will?
Maria 24. Ich bin erschreckt, mein Herr, und in Verwirrung,
Und da ich furchtsam bin, glaube ich nicht.
Denn auch die Natur kann dich überzeugen:
Jungfrauen gebären nicht.
Engel 25. Die Liebe des Vaters will also:
In deiner Jungfräulichkeit sollst du einen Sohn gebären.
Darum geziemt es sich, dass du annimmst und glaubst;
Denn der Wille des Vaters kann nicht unterdrückt werden.
Maria 26. Dein Aussehen ist ehrwürdig, deine Erzählung furchtbar,
(Deine) Flamme lodert.
Die Liebe deines Herrn ist unwiderstehlich.
Und doch ist es mir schwer, zu glauben.
Engel 27. Eine frohe Botschaft bringe ich dir.
Dass du meinen Herrn gebärst, verkünde ich dir.
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- IS -
Mägdlein, preise den, welcher dich gewürdigt hat,
Dass du ihm Mutter seiest, indem er dein Sohn ist!
Maria 28. Mägdlein bin ich, drum ist es unmöglich,
Dass ich einem Mann des Feuers glaube.')
Schwer verständlich ist deine Erzählung,
Nicht leicht ist es mir, nachzugeben und deine Worte zu glauben.
Engel 29. Heute ist Adam Hoffnung aufgegangen.
Denn der Herr des Alls hat beschlossen, durch dich
Herabzusteigen, ihn zu lösen und zu befreien.
Nimm dieses lobpreisend an!
Maria 30. Heute bin ich in Staunen und Verwunderung
Über all das, was du mir sagst.
Ich fürchte, dir zu glauben;
Vielleicht ist List in deinem Wort.
Engel 31. Gesandt, dir die Botschaft zu bringen.
Habe ich seinen Gruss, den ich gehört, dir vermittelt.
Wahrhaft ist mein Herr, er will
Aus dir in der Welt erscheinen.
Maria 32. Alle deine Worte setzen mich in Erstaunen.
Ich bitte dich, mein Herr, tadle mich nicht!
Verborgen ist mir deine Erzählung,
Sie erschreckt mich, so dass ich sie nicht glauben kann.
Engel 33. Zu dir kommt er, wende dich nicht ab!
In deinem Schosse wohnt er, grüble nicht!
Gnadenvolle, preise
Jenen, dem es gefallt, in dir zu erscheinen!
Maria 34. Herr, einen Mann erkenne ich nicht.
Und eine eheliche Verbindung bin ich nicht eingegangen.
Wie wird geschehen, wie du sagst,
Dass ohne Verbindung ich einen Sohn gebäre?
Engel 35. Vom heiligen Geist, der unergründlich ist,
Wirst du empfangen unerforschliche Empfängnis.
Die Kraft des Allerhöchsten überschattet dich,
Damit der König entstehe aus deinem Schosse.
Maria 36. Ja, Engel, ich wende mich nicht ab,
Wenn der heilige Geist zu mir kommt,
1} D. h. dass ich glaube, obwohl du ein Engel bist.
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— i6 —
Seine Magd bin ich. Ich willige ein,
Dass geschehe mir, o Herr, nach deinem Wort!
Engel 37. Erhoben soll werden dein Haupt, o Mägdlein!
Jubeln soll dein Herz, o Jungfrau!
Ein zweiter Himmel freut sich in Dir,
Und die Erde wird durch deinen Sohn versöhnt.
Maria 38. Erhoben wird mein Haupt, o Herr, nach deinem Wort,
Und schauen werde ich deinen Herrn in Freude.
Denn wenn du, sein Knecht, so schön bist.
Wem mag er ähnlich sein, wenn du es weisst?
Engel 39. Unsere Scharen wagen nicht
Auf ihn zu schauen, da er sehr furchtbar ist.
Denn in der Flamme seines Vaters ist er verborgen,
Und in Feuer ist er eingehüllt.
Maria 40. Heftig erschreckt mich das.
Denn wenn er Flamme ist, wie du sagst,
Wie wird mein Schoss nicht Schaden nehmen,
Wenn die Flamme in ihm wohnt?
Engel 41. Dein Schoss ist voll der Heiligkeit
Und durch reine Jungfräulichkeit verschlossen,^)
Ein gerechter, lieblicher Ort
Für Gott, der in ihm erscheint.
Maria 42. Engel, enthülle mir, warum nun
Es ihm gefällt, zu wohnen in einer Armen!
Siehe, Königstöchter giebt es in der Welt in grosser Zahl,
Warum hat er Gefallen an mir, da ich arm bin?
Engel 43. Leicht ist es ihm, zu wohnen in den Reichen
Und in deiner reinen Armut.
Den Armen wird er Genosse,
Um sie zu bereichem, wenn er sich offenbart.
Maria 44. Erkläre mir noch, wenn du es weisst.
Wann er zu mir kommen will,
Und ob er, da er Feuer ist, nicht gesehen wird,
Wenn er in mir wohnt nach seinem Wort!
Engel 45. Er hat beschlossen, ist gekommen und wohnt in dir
Ungesehen, ohne dass du es merkst.
») Vgl a L. 4, 12.
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— 17 -
Nicht wage ich dich anzuschauen,
Die du voll des Feuers bist, ohne zu verbrennen
Maria 46. Ich möchte dich bitten, o Herr!
Erkläre mir noch die Sitten meines Sohnes,
Und dass er in mir wohnt, ohne dass ich es weiss«
Was soll ich thun, damit er nicht verachtet werde?
Engel 47. Heilig, heilig, heilig ist der Herr,
Heilig und gepriesen und voll Hoheit ist sein Name.
Kein Geschöpf vermag
Etwas wider deinen Sohn zu sagen.
Maria 48. Heilig und gepriesen und gebenedeiet ist sein Name.
Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er herabgesehen.
Darum werden glücklich mich preisen
Alle Geschlechter in der Welt.O
Engel 4g. Die Höhe und die Tiefe und alles in ihnen.
Die Engel und die Menschen werden ihn preisen,
Denn er lässt sich herab und wohnt in der Jungfrau,
Um alle zu befreien, wenn er sich offenbart.
Maria 50. Gross ist seine Macht, ohne Mass,
Mit Lippen unabschätzbar.
Nicht fasst ihn der Himmel oben.
Und hier unten genügt ihm der Mutterschoss.
Engel 51. Himmel und Erde sollen sich verbinden
Und mit einer Stimme ihn preisen.
Auch die Engel und die Jungfrau,
Die mit einander sein Geheimnis vollziehen.
Maria 52. Der Himmel in den Engeln soll sich freuen oben,
Und jubeln soll die Erde über die Jungfrau,
Und beide sollen jubelnd
Die Ehre geben dem Sohne ihres Herrn.
Engel 53. Beide sollen sich vereinen.
Die Engel und die Menschen, und sollen preisen
Den Sohn, der zwischen denen Frieden gestiftet hat,
Die in Zorn und Schrecken waren.
Maria 54. Preis sei dir von allen:
Von den unsichtbaren Engeln,*)
«) Luc. 1,46 ff. 3) Wörtlich -» von den Feuerwächtern.
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— ^8 —
Aus dem Munde aller in der Welt!
Singen soll dir die Erde Ruhm!
Sügithä/)
(Syr. Text S. ii>
!• Mein Geist trug mich zum Jordan, [harte
Und ich sah ein wunderbares Ereignis, wie sich nämlich offen-
Der herrliche Bräutigam'), um mit der Braute)
Hochzeit zu halten^) und sie zu heiligen.
2. Ich sah den wunderbaren Johannes
Und Scharen rings um ihn stehen
Und den herrlichen Bräutigam^ wie er sich beugte
Zum Sohn der Unfruchtbaren, damit dieser ihn taufe.
3. Erstaune über mein Wort und meine Stimme,
Über das Wunder, das am Jordan sich vollzog,
Über unsem Herrn, der sich anschickte, nach seinem Worte
Aus der Verborgenheit in die Öffentlichkeit zu treten!
4* Die Braut ist verlobt, ohne zu wissen,
Wer der Bräutigam ist, den sie erwartet
Die Gäste sind versammelt, die Wüste besetzt.
Aber verborgen ist unter ihnen unser Herr.
5. Da offenbarte sich der Bräutigam
Und kam zu Johannes an den Fluss;
• Und verwirrt sprach der Herold:
Dieser ist der Mann, den ich verkündet habe.
6. Der Allheiligmacher kam zur Taufe
Und zeigte sich am Jordan.
Er sah Johannes, fasste seine Hand
Und fing an zu bitten, dass er ihn taufe.
') Der Dichter hat das Zwiegespräch zwischen Jesus und Johannes (Matth.
3, 13—17; Mr. 1,9—12; Luc3, 21— 23) umgestaltet und erweitert. ^) Bräutigam
nennt sich Christus Matth. 9, 15. 3) Die Braut ist die gläubige Menschheit
Joh. 3, 29. 4) Die Hochzeit, das Gastmahl (Strophe 12, 4) ist die Vereinigung
mit Christus im Glauben.
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— 19 —
Johannes 7« Wie, o Herr, von mir willst du getauft werden?
Du, der du alle durch deine Taufe reinigst?
Die Taufe wartet auf dich,
Ergiess in sie deine volle Heiligkeit
Unser Herr 8. Unser Herr sprach: ich bitte dich,
Tritt näher, taufe mich, weigere dich nicht!
Denn meinem Willen kannst du nicht widerstehen,
Von dir will ich getauft werden, also ist mein Wille.
Johannes g. Ich bitte, o Herr, dräng* mich nicht!
Denn schwer ist das, was du mir sagst.
Ich habe nötig, dass du mich taufst,
Denn du befreist alle durch deinen Hyssop.*)
Unser Herr 10. Ich bitte und will, dass du mich taufst
Du aber, Johannes, was weigerst du dich?
Lass die Gerechtigkeit erfüllt werden,3)
Komm, taufe mich! Was streitest du?
Johannes n. Wie kann an Feuer trockenes Gras
Rühren, da es dürr ist?
O Feuriger, erbarm' dich meiner!
Nicht will ich hinzutreten zu dir, denn es ist schwer für mich.
Unser Herr 12. Ich habe dir meinen Willen geoflfenbart, was weigerst
Komm, taufe mich! nicht verbrennst du. [du dich?
Das Brautgemach ist bereitet, nicht wirst du mich abhalten
Vom Gastmahl, das auf mich wartet.
Johannes 13. Die Engel fürchten sich und wagen nicht
Und scheuen sich, dich anzuschauen.
Und ich, o Herr, wie könnte ich dich taufen!
Ich bin zu schwach, um hinzuzutreten, dräng' mich nicht!
Unser Herr 14. Du fürchtest dich also. Widerstehe nicht
Meinem Willen, denn ich habe verlangt, getauft zu werden.
Die Taufe*) wartet auf mich,
Vollende das Werk, zu dem du berufen bist!
>) Matth. 3, 14. VgL sjrr. Text und Anmerkung. ») Im A. T. wurden die
Aussätzigen und Unreinen mit dem Hyssopbüschel besprengt. Lev. 14. Num. 19.
Vgl. auch Ps. 50, 9. Hebr. 9, 10. 3) Matth. 3, 15. 4) Die Taufe d. h. die
wahre Taufe des Neuen Bundes erwartet mich, wartet auf ihre Einsetzung durch
meine Taufe im Jordan; vgl. Str. 32.
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— 20 —
Johannes 15. Siehe, ich habe dich verkündet am Jordan
Vor dem ungläubigen Volke.
Wenn sie aber sehen, dass du von mir getauft wirst,
Dann zweifeln sie, dass du der Herr bist.
Unser Herr 16. Ich werde getauft, während sie Zeugen sind,
Und der Vater, der mich gesandt hat, mir bezeugt,
Dass ich sein Sohn bin, und er an mir sein Wohlgefallen hat,*)
Damit er, der gezürnt hatte, sich mit Adam versöhnte.
Johannes 17. Es ziemt sich für mich, dass ich meine Natur kenne.
Denn Staub bin ich, aus Erde.
Du aber bist der Schöpfer, der alles gründete.
Wie sollte ich also mit Wasser dich taufen?
Unser Herr 18. Du musst wissen, weshalb ich gekommen bin.
Und warum ich bitte, dass du mich taufst.
Der Vermittelung w^en bin ich gekommen.
Verweigere nicht die Taufe!
Johannes 19. Klein ist der Fluss, an den du gekonunen bist.
In ihm wirst du sein, und er wird dich umschliessen.
Die Himmel können dir nicht widerstehen.
Wozu soll die Taufe dir nützen?
Unser Herr 20. Kleiner ist der Mutterschoss als der Jordan,
Und doch habe ich wohlgefällig in der Jungfrau geruht.
Und wie ich geboren wurde aus dem Mutterschosse,
So werde ich [auch] getauft im Jordan.
Johannes 21. Die Heere stehen da,
Die Ordnungen der Engel beten an.
Wenn ich mich nähere, o Herr, um dich zu taufen.
Zittere ich vor Aufregung.^)
Unser Herr 22. Die Mächte der Höhe insgesamt
Preisen Dich glücklich, dass du mich taufst
Dazu habe ich dich vom Mutterleibe berufen;
Vollende das Werk, zu dem du berufen bist.
Johannes 23. Ich habe den Weg bereitet, wozu ich gesandt bin,
Ich habe die Braut verlobt, wie mir befohlen ist.
Gross wird deine Erscheinung in der Welt sein.
Nachdem du gekommen bist, werde ich dich nicht taufen.
») Matth. 3, 17. 2) Vgl. syr. Text.
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— 21 —
Unser Herr 24. Die Vorbereitung besteht darin, dass ich also will:
Dass ich hinabsteige und im Jordan getauft werde,
Dass ich herrliche Waffen für diejenigen bereite, welche getauft
Wenn sie dieselben anlegen, sind sie unbesiegbar, [werden.
Johannes 25. Sohn des Vaters, warum soll ich dich taufen?
Du bist ja gerecht und voll Heiligkeit,
Durch dich werden die Unreinen gerechtfertigt.
Warum also solltest du im Jordan getauft werden?
Unser Herr 26. Die Kinder Adams warten auf mich,
Dass ich ihnen neue Geburt bereite
Und den Weg durch das Wasser eröffne.
Damit sie durch dasselbe in das Reich eingehen. ^
Johannes 27. Die Opfernden werden durch dich gerechtfertigt,
Die Priester werden durch deinen Hyssop gereinigt.
Die Propheten und Könige hast du geschaffen.
Was wird dir also die Taufe nützen?
Unser Herr 28. Die Braut, die du mir verlobt hast, sieht,
Wie ich hinabsteige, getauft werde und sie heilige.
Freund des Bräutigams,*) verweigere nicht
Die Abwaschung, welche bereitet ist!
Johannes 29. Ich wage nicht, mich dir zu nahen.
Ich selbst habe nötig, dass du mich taufst.
Siehe, deine Legionen brennen.
Einem von den Engeln gieb den Auftrag, dich zu taufen!
Unser Herr 30. Nicht von den Engeln ist meine Natur,
So dass ich den Engeln befehle, mich zu taufen.
Mit dem Leib Adams bin ich bekleidet,
Du aber, Sohn Adams, taufst mich!
Johannes 31. Das Wasser sieht dich und ist erregt
Der Jordan sieht dich und ist bewegt
Und ich, o Herr, wie sollte ich dich taufen!')
Siehe, ich zittere vor Aufregung!
Unser Herr 32. Das Wasser wird durch meine Taufe geheiligt
Und empfängt von mir Feuer und Geist.i)
Wenn ich aber nicht getauft werde, dann bringt es nicht hervor
Lebendige, unsterbliche Kinder.
Vgl. Joh. 3,5. ') Joh. 3,29. 3) Matth. 3, 11.
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— 22 —
Johannes 33. Wenn Feuer zum Feuer kommt,
Dann entbrennt es von ihm wie Stoppeln.
O Feuriger, erbarm' dich meiner,
Damit ich mich dir nicht zu nähern brauche; es ist mir schwer.
Unser Herr 34. Feuer und Geist empfangt von mir
Die Natur des Wassers, und sie wird geheiligt,
Mit ihm werden die Sünder getauft,
Und in ihm waschen sie ihre Sünden ab.
Johannes 35. Sehr geziemend wäre es, dass du mich taufst;
Denn du bist gerecht und rechtfertigst alle,
Durch dich werden die Unreinen gerechtfertigt.
Und du, Gerechter, von mir getauft?
Unser Herr 36. Sehr geziemend wäre es, dass du dich nicht weigertest;
Denn es geziemt sich, dass du mir beistimmst
Ich habe dich im Mutterschosse getauft,
Taufe du mich im Jordan!
Johannes 37. Ein Knecht bin ich und arm.
Du, der du die Unreinen weiss machest, erbarm' dich meiner !
Deine Schuhe zu lösen fürchte ich mich.*)
Wer hat mich deines erhabenen Hauptes würdig gemacht?
Unser Herr 38. Die Knechte werden frei^) durch meine Taufe,
Die Schuldbriefe werden durch meine Abwaschung abgewischt 4),
Die Freiheit wird durch das Wasser besiegelt.
Wenn ich aber nicht getauft werde, ist alles eitel
Johannes 39. Dein Befehl, o Herr, schreckt mich.
Ich fürchte mich sowohl dir zu widerstehen,
Als auch scheue ich, heranzutreten und dich zu taufen.
Taufe du mich und vollende alles!
Unser Herr 40. Eis geziemt sich, dass du mich taufst.
Damit keiner Irriges über mich glaube:
Wenn er nicht fremd wäre seinem Vater,
Warum hat der Levit sich gefürchtet, ihn zu taufen ?5)
Johannes 41. Das Gebet nun, wenn du getauft wirst?
Welches Zeichen soll ich über den Jordan machen?
X) Luc. 1,41. 2) Mr. I, 7. Luc 3, 16. 3) Vgl. Gal. 4 u. 5. 4) Col. 2, 14.
5) Wenn du mich nicht taufst, werden die Leute sagen: der neue Prophet ist
nicht der Sohn des Vaters, wie er von sich behauptet. Johannes hat sich geweigert,
ihn zu taufen, weil er dadurch seine Worte und seine Person nicht anerkennen wollte.
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— 23 —
Denn Vater und Geist erscheinen in dir.
Und was soll ich rufen nach Art der Priester?^)
Unser Herr 42. Das Gebet wird durch Stillschweigen besiegelt.
Komm, nur deine Hand leg' auf mich,
Und der Vater ruft wie ein Priester
Das, was sich wegen seines Sohnes geziemt!
Johannes 43. Vor dir, Vater, bezeugen mir
Alle Scharen, die eingeladen sind,
Dass ich jeden Tag unter ihnen sprach:
Ein Herold bin ich, aber nicht der Herr.^
Unser Herr 44. Stimme des Rufenden in der Wüste,
Vollende das Werk, zu dem ich gekommen bin! [bist,
Und ertönen wird die Wüste, in welche du hinausgegangen
Von dem grossen Frieden, zu dem ich dich hinleite.
Johannes 45. Myriaden von Engeln vernehmen meine Ohren,
Die heiligen Scharen der Höhe,
Und alle rufen, indem sie sprechen:
Gepriesen sei deine Erscheinung, die alle erfreut
Unser Herr 46. Schnell ist die Zeit, auf mich warten
Alle geladenen Gäste.
Komm, taufe mich, damit dich preise
Die Stimme des Vaters, wenn sie ertönt.
Johannes 47. Ich folge, Herr, nach deinem Wort.
Komm zur Taufe! deine Liebe drängt mich.
Der Staubgeborene beugte sich, da er sich dahin verstieg.
Über den Sohn seines Herrn seine Hand zu erheben.
Unser Herr 48. Johannes folgte, wie ihm befohlen war.
Und taufte seinen Herrn und weigerte sich nicht.
Getauft wurde der Heilige, und sobald er sich erhob,
Ei^länzte sein Licht ^) über dem Orient.
49. Die Pforten der Höhe öffneten sich.
Und die Stimme des Vaters wurde vernommen:
Dies ist mein Geliebter, an dem ich Wohlgefallen habe.
Alle Völker sollen niederfallen und ihn anbeten! 4)
X) Johannes spricht, als ob er die christliche Taafformel gebrauchte.
2) Joh. 1, 20 ff. 3) S. H. Goussen, Apocalypsis S. loannis Apostoli Versio
Sahidica. Lipsiae 1895. Appendix p. 63. Theologisches literaturblatt Leipzig
1896 No. I. 4) Vgl. Ps. 97, 7.
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— 24 —
50. Staunen ergriff die Zuschauer, die da standen,
Wegen der Stimme des Vaters, die vernommen ward,
Und sie riefen: Preis dem, der sich offenbarte,
Durch dessen Erscheinung die Welt erleuchtet wurde.
Sügithä/)
(Syr. Text S. 15).
1. Ruhmreicher Märtyrer, der du deinen Herrn liebtest
Und das ungläubige Volk ermahntest,
Erflehe vom Herrn
Güte und Erbarmen über die Weltl
2. Mächtiger und treuer Herold,
Der du vernichtetest die Gottlosen, die dich angriffen,
Und das Werk vollendetest, zu dem du gesandt wurdest.
Und die Braut*) dem Sohn des Herrn verlobtest!
3. Ehrwürdiger und gepriesener Priester,
Der du die Vorschriften des Herrn vollzogest
Und die Braut 3) dem Erhabenen verlobtest,
Der unser Geschlecht vom Fluche erlöst hat!
4. Durch deine Bitten erflehe Erbarmen
Vom Barmherzigen über die Welt!
Er fing den Bösen durch seinen Rat
Und erniedrigte und verdemütigte ihn.
5. Ein Wunder geschah zu jener Stunde,
Als unser Erlöser ins Wasser stieg;
Und die Scharen, welche sahen, wie er getauft wurde.
Murrten und riefen wider den Priester.
6. Indem die Scharen dastanden, sprachen sie,
Zu jenem Herold, der ihnen sagte:
>) Der erste Teil (Str. 1—25) dieser SftglthÄ hat keine biblische Vorlage, der
«weite Teil (Str. 25—51) stützt sich auf Matth. 14, i— 13. Mr. 6, 17—28.
*) "• ^) Vgl S. 18 Anmerkung.
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— 25 —
Der Sohn des Allerhöchsten hat sich erniedrigt,
Unsern Leib angezogen und unser Leben erlöst.
7. Die Scharen sahen jenes Lamm,
Das hinabstieg und im Jordan getauft wurde,
Und sie murrten und riefen, indem sie sprachen
Zu jenem Herold, der mit ihnen geredet:
Schar 8. O du Mann! was hast du gesagt?
Der Sohn des Höchsten sei auf die Erde gestiegen?
Siehe, wir sehen, wie er gleich jedem Menschen
Im gemeinen Wasser seinen Schuldbrief zerreisst. *)
Johannes 9. Ich spreche zu euch, ihr Scharen vernehmt!
Der Sohn des Allerhöchsten hat unsern Leib angezogen,
Ist hinabgestiegen und im Jordan getauft,
Um unsterbliche Kinder zu zeugen. 3)
Schar 10. Jetzt, während da stehen
Alle Scharen und auf ihn schauen,
Ist er hinabgestiegen und im Jordan getauft;
Folglich ist er Mensch und nicht Herr.
Johannes 11. Während da stehen
Alle Engel, während sie zittern.
Weil sie ihren Herrn sehen, der mit einem Leibe bekleidet ist,
Ist er zu uns gekommen, um uns zu befreien.
Schar 12. Offenbare und zeige uns, o Priester,
Den Ruhm des Sohnes, der auf die Erde herabgestiegen ist.
Und wir alle wollen sehen und dir glauben,
Dass er der Sohn des Allerhöchsten ist, wie du gesagt hast.
Johannes 13. Ich thue euch kund, ihr Geliebten!
Alle Scharen kommet, vernehmet, höret!
Der Sohn des Allerhöchsten hat unsern Leib angezogen.
Jedoch seine grosse Herrlichkeit wird nicht gesehen.
x) Der Satz: „Der Sohn Gottes hat unsern Leib (d. h. einen Leib, wie wir
haben) angezogen oder ist mit unserm Leib bekleidet" ist an sich richtig und
biblisch. Denn Hebr. 10,5 liest die Pestttft r*v^Vi ^ 2&i^ » mit einem Leibe
hast du mich bekleidet Im Munde des Nestorianers aber enthält er die Leugnung
der hypostatischen Union und den Ausdruck der moralischen Einigung des Gottes-
sohnes und des Menschen Christus (vgl S. 31 Strophe 6—9).
a) Col. 2, 14. 3) S. Joh. 3, 5.
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— 26 —
Schar 14. Du bist zu bewundern, wenn du sagst:
Der Sohn des Höchsten ist auf die Erde herabgestiegen.
Wir sehen doch, wie er getauft wird
Durch deine Geheimnisse,*) obwohl du nicht Herr bist
Johannes 15. Fehlt in der Handschrift.
Schar 16. Siehe, wir hören, wie sprechen
Die Hohenpriester und Schriftgelehrten
Und ihn den Sohn des Zimmermanns') nennen.
Wie sollen wir also in ihm den Herrn bekennen?
Johannes 17. Wohlan, ihr höret, wie ihn verkündeten
Vater und Geist, die über ihn ausriefen.
Der Vater besiegelte: dieser ist mein Sohn,
Und der Geist stieg herab und wohnte auf ihm. 3)
Schar 18. Es geziemt sich, o Mann, dass du nicht entgegentrittst
Den Scharen, die da rufen:
Wie kann er verkünden: Herr ist er.
Da er doch die Verzeihung der Sünden erlangt!
Johannes ig. Ihr Männer müsst glauben,
Dass er nicht Nachlassung der Sünden erlangte.
Sondern durch das Wasser unsere Sünden tilgte
Und lebendig machte Adam, der verloren war.
Schar 20. Die Scharen sind geladen und bereit,
Dass du ihnen Verzeihung der Sünden giebst.
Doch du sagst: ein anderer ist es.
Dieser sühnt unsere Sünden.
Johannes 21. Geladen sind die Scharen und empfangen jetzt
Nachlassung der Schuld vom Herrn,
Der hinabstieg und im Jordan getauft wurde
Durch einen Sohn unseres Geschlechtes, der unsern Leib
angezogen hat.
Schar 22. Die Scharen sahen und priesen
Den Sohn des Vaters, der unsern Leib anzog
Und hinabstieg und im Jordan getauft wurde
Und die Handschrift ihrer Schulden zerriss.*)
') l^bl ist in der syrischen Kirchensprache terminus technicus für Sakrament
2) Matth. 13,55. Mr. 6,3. 3) Matth. 3,16. 17. Mr. 1,10. ii. Lua 3,22.
4) Vgl Strophe 8, 4.
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— 27 —
Kirche 23. Die Engel schauten zu jener Stunde
Die Scharen, die an ihren Erlöser glaubten,
Und fröhlich sangen sie: heilig ist der Herr des Alls,
Der die Scharen stärkte, dass sie an ihn glaubten!
Schar 24. Heftig erbittert wurde der Feind
Der Scharen, die an ihren Erlöser glaubten,
Und er reizte die Scharen, dass sie spotteten
Über jenen Herold, der ihnen predigte.
Johannes 25. Laut jubelten und freuten sich
Die Scharen der Höhe und stimmten fröhliche Weisen an,
Während die Volksscharen vernahmen
Die Stimme des Bräutigams, an den sie glaubten.
Herodes 26. Der Gottlose wusste, dass er getadelt werde
Von jenem Herold wegen seiner Bosheit,
Deshalb verübte er sie auf listige Weise vor seinen Trabanten,
Damit sie dieselbe nicht verhinderten, wenn sie geschah.
Johannes 27. Johannes, der sah, dass böse war
Jenes Werk, ^ das der König that.
Ereiferte sich, brach in zornige Worte aus
Und wies Herodes zurecht.
Herodes 28. Wie gross ist meine Macht über dich!
Wenn du dich gegen mich auflehnst.
Wirst du im Gefängnis gemartert
Und wie ein Lamm geschlachtet.
Johannes 29. Wie lang ist dein Gericht und wie böse,
Wenn das Mass deiner Bosheit voll ist!
Gieb auf deine Bosheit, Unglücklicher!
Und du wirst das Leben erben, das bereitet ist!
Herodes 30. Weisst du nicht, dass mir beistimmen
Die Hohenpriester und Schriftgelehrten?
Wenn ich meine Hand in dein Blut tauche,
Steht mir wegen deines Blutes kein Richter auf.
Johannes 31. Mir bezeugen die Feuergeister,
Und alle Engel sprechen:
Wenn du nicht zurückkehrst von deiner Bosheit,*)
Wirst du im Feuer gequält.
i) Vgl. Strophe 39. ^) Wenn du von deiner Bosheit rurückkehrst, so ist es
gut, wenn aber nicht, so u. s. w.
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— 28 —
Herodes 32. Was hast du, dass du, vor mir stehend,
Solche Worte zu mir sprichst!
Weisst du nicht, dass in meine Hand
Gelegt ist dein Leben und dein Tod?
Johannes 33. Wer hat jemals, Unglücklicher,
Das Gesetz verachtet und zurückgewiesen?
Du hast es wegen deiner Macht gering geschätzt
Und verachtet und hast dich von seinem Worte abgewandt.
Herodes 34. Feuer wird an deinem Körper brennen,
Wenn du noch weiter gegen mich auftrittst
Hör' auf mit deinen Worten! belehr' mich nicht!
Denn wenn ich will, werde ich (gegen dich) vorgehen.
Johannes 35« Dein Feuer hier, Unglücklicher,
Brennt nur eine (kurze) 2^it,
Aber dein Feuer dort wird nicht ausgelöscht,
Wenn du nicht deine Bosheit aufgiebst.
Herodes 36« Das Schwert blitzt, und das Thor ist geöffnet,
Dass du in den Kerker eintrittst.
Hör' auf mit deinen Worten und widersetz' dich nicht
Meiner Herrschaft und meiner Macht
Johannes 37. Das Schwert ist scharf und bereit,
Der Kranz in der Höhe duftet mir;
Und der Kerker, den du mir öffnest,
Bereitet mir die Herrschaft der Höhe.
Herodes 38. Worauf vertraust du, und bist du stolz,
Dass du dich gegen meine Macht erhebst?
Siehe, meine Soldaten stehen mir bereit,
Alles was ich befehle, vollziehen sie.
Johannes 39. Auf jenen, der mich erwählet hat, dich zurechtzuweisen.
Auf ihn vertraue ich. Er ist es, der befiehlt:
Das Weib des Bruders soll nicht geheiratet werden,')
So lange ihr Mann in dieser Welt am Leben ist.
Herodes 40. Das Ansehen meiner Macht verwirrt dich.
Die Würde meiner Herrschaft hat dich erschreckt.
Wenn du aber dein Wort nicht aufgiebst.
Wirst du mit dem Schwerte zu Boden geschlagen.
X) MatUi. 14, 4. Mr. 6, 18. Ler. 18, 16.
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— 29 —
Johannes 41. Geöffnet ist, Unglücklicher, das Thor
Jenes Reiches, das bereitet ist.
Und wenn du mich durchs Schwert zusammenschlägst,
Wirst [auch] du mit furchtbarem Schwerte niedergeschlagen.
Herodes 42. Der Listige bereitete und zettelte eine Verschwörung an
Mit seiner Gemahlin, der Mörderin:
An meinem Geburtsfeste *)
Werde ich zweier Willen vollfuhren.
Johannes 43. Es bereitete seinen Hals und gab sein Haupt
Der ruhmreiche Märtyrer jenem Unglücklichen,
Der auf seine Zurechtweisung nicht hörte
Und mit seines Bruders Weib sündigte.
Herodes 44. Geräusch von meinen Truppen vernehme ich.
Meine Worte ermahnen dich,
Gieb deine Worte auf und nicht mehr tritt entgegen
Meiner Herrschaft und meiner Macht!
Johannes 45. Meine Worte tadelten dich,
Und meine Reden mahnten dich;
Wenn du dein Laster thust,
Werden die Würmer sich an deiner Lende weiden.
Herodes 46. Siehe, die Hohenpriester stehen da.
Die Pharisäer und Schriftgelehrten vernehmen*s:
Wenn du nicht abstehst von deinem Wort,
Wirst du mit dem Schwerte getötet.
Johannes 47. Die Hohenpriester, von denen du sprichst.
Werden mit dir wegen des Bösen gequält.
Auch die Pharisäer und Schriftgelehrten, die es hören,
Brennen mit dir im Feuer.
Herodes 48. Jener Unglückliche vollzog sein Wort
Und schlug ab das Haupt des Herolds*)
Infolge des schändlichen und schmählichen Tanzes, 3)
Der beim schändlichen Gelage stattfand.
Johannes 49* Jener Priester vollzog sein Wort
Und übergab seinen Hals dem Schwerte.
Auf eine SchüsseH) ward sein Haupt gelegt,
Und der Herodias übergab man es.
i) Matth. 14,6. a) Matth. 14,10. 3) Matth. 14,6. 4) Matth. 14, U.
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— 30 —
Kirche 50, Die Hohen staunten zu dieser Stunde
Über die schreckliche That, welche die Mörderin verübte!
Herodias und ihre Tochter waren die Mörder,
Und der König vollstreckte ihren Willen.
Kirche 51. Preis sei dir, Herr des Alls!
Du ehrst deine Gesandten, welche du liebst
Dem Herodes aber, der nicht an ihn glaubte,
Die Würmer weiden sich an seiner Lende.
Sugitha. ')
(Syr. Text S. 19).
1. Die Priester,') welche ihren Schöpfer liebten
Und dem Leiden ihn nicht unterwarfen, 3)
Haben durch die Kraft des Sohnes die Bösen besiegt
Und ihre Macht durch ihn vernichtet.
2. Ruhmreiche und preiswürdige Priester,
Welche die Liebe ihres Schöpfers liebten.
Erbaten und flehten vom Herrn,
Dass Erbarmen sei über die Welt
3. Gepriesen ist die Liebe, welche euch erfüllte.
Ruhmreiche Priester, die ihr euren Herrn liebtet!
Das Wort des Vaters, das mit einem Körper bekleidet ist,
Wird euch stärken gegen die Widersacher.
4. Der Ägypter, der reissende Wolf,
Tritt auf gegen eure Schar,
Indem er sagt: der Herr
Hat sich erniedrigt und ist Fleisch geworden.*)
x) Vorwurf zu dieser SugttM sind die Streitigkeiten über die Art der Einigung
der göttlichen und menschlichen Natur in Christus.
2) Gemeint sind nach dem in der Handschrift vorangehenden Memr& die
Väter — Lehrer Diodorus, Theodorus und Nestorius.
3) Im Gegensatz zu den Anhängern Cyrills, welchen dies (mit Unrecht) vor-
geworfen wurde.
4) Phil. 2, 8 und Joh. 1, 14.
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— 3T -
5- Ein ruhmreicher Priester, einer von euch,')
Hat es unternommen, ihn zu widerlegen.
Mit der Kraft des Vaters hat er sich gerüstet
Wie mit unbezwingbaren Waffen.
Cyrillus 6. Wolf, wenn, wie du sagst.
Das Wort des Vaters einen Leib angezogen hat.
Dann glaubst du an den Sohn als eine vierte Person,*)
Verlass die Kirche, die dich verstösst!
Nestorius" 7. Wenn ich sagte, wie du sagst,
Dass das Wort des Vaters Fleisch geworden sei.
Dann würde mich die Kirche hinausjagen,
Weil ich gelästert und gesprochen hätte wie du.
Cyrillus 8. Der ewige Sohn ist Fleisch geworden.
Und seine grosse Herrlichkeit ist auf die Erde herabgestiegen, 3)
Und er hat Endlichkeit angenommen in der Jungfrau
Und sich ans Kreuz gehängt.
Nestorius 9. Der ewige Sohn ist Fleisch geworden?
Aus dem Hause Davids haben ihn verkündigt
Und vorhergesagt die gesandten Propheten 4)
Und der Engel, welcher der Jungfrau die Botschaft brachte.«)
Cyrillus 10. Vollendet hat er das Gesetz durch seine Ankunft,
Erfüllt die Propheten durch die Vergiessung seines Blutes.
Die Botschaft des Engels, die gesandt wurde,
Vernahm seine Mutter.
Nestorius 11. Deckt auf die Hülle von eurem Herzen!
Sehet ein die Schriften! Was sagen sie?
Der Sohn des Vaters hat von uns angenommen
Einen sichtbaren Leib und darin gewohnt.
Cyrillus 12. Du bist zu bewundem, dass du nicht hörst
Den Donnersohn,^) der verkündet,
Dass das Wort selbst Fleisch geworden ist! 7)
Was streitest du, ohne beizustimmen?
Nestorius 13. Du bist zu bewundern, denn in deine Ohren tönen
Die Schriften insgesamt und die Bücher:
') Nestorius. ») Vgl. H. Kihn, Theodor von Mopsuestia und Junilius Afri-
kanus als Exegeten. Freiburg i. Br. 1880. S. 196. 3) Joh. 1,14. 4) 2 Sam.
7,8— 16 und 23,1— 7. Jer. 33,15. Ei. 34,23. 37,24. Am. 9,11 ff. 5) Luc. 1,32.
6) Mr. 3, 17. 7) Joh. 1, 14.
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- 32 —
Dass Jesus, der Welterlöser,
Aus dem Hause Davids ^ in Herrlichkeit hervorgegangen ist.
Cyrillus 14. Wohlan, als Mittler zwischen mir und dir
Vernimm den grossen Paulus:
Gesandt hat Gott seinen Sohn,*)
Und er ist Fleisch geworden in der Jungfrau.
Nestorius 15. Siehe, derselbe Paulus verkündet laut von ihm,
Dass er Mittler war zwischen seinem Vater und uns. 3)
Und du Verwegener, was leugnest du,
Dass der Sohn des Vaters einen Leib angezogen hat?
Cyrillus 16. Wenn unser Leib^) gestorben ist
Und gelitten hat und gekreuzigt ist,
Dann haben die Juden einen Menschen getötet.
Was leugnet ihr aus Neid!
Nestorius 17. Wenn das Wort des Vaters
Verächtliches Fleisch geworden ist,5) wie du sagst,
Dann bist du ein Genosse jener Schar,
Welche ihren Herrn getötet und mit Schmach erfüllt hat
Cyrillus 18. Das Erdbeben,^) das zu jener Zeit stattfand,
Bezeugt mir das, was ich gesagt habe.
Denn Felsen haben sich noch nie gespalten,
Weil ein Mensch getötet wurde.
Nestorius 19. Das Erdbeben, das zu jener Zeit stattfand.
Ereignete sich, um das ungläubige Volk zu mahnen,
Dass er der Sohn Gottes sei, wie ihn verkündete
Der Engel, welcher seiner Mutter die Botschaft brachte. 7)
Cyrillus 20. Die Milde und Liebe^) hat verkündet,
Dass das Wort des Vaters im Anfange war,9)
Dass es herabstieg und in der Jungfrau wohnte
Und Fleisch geworden ist und den Tod gekostet hat.
Nestorius 21. Siehe, wie Petrus ihn nennt!
„Gemacht" und „Herr" benennt er ihn.*°)
x) Matth. I, I. 21,9. Mr. 12,35 "• s. w. Rom. 1,3. 2) Gal. 4,4.-
3) I Tim. 2,5. 4) D. h. wenn der am Kreuz Gestorbene nur Mensch war, (und
nicht in der einen Person des Sohnes Gottes die göttliche und menschliche Natur
h3rpostatisch vereinigt waren). 5) In dem Sinne, in welchem Nestorius diesen
Satz hier auffasst, hat Cyrillus ihn nie verteidigt. ^ Matth. 27,51. 7) Luc. 1,35.
S) D. i. Johannes. Vgl. Fr. Kaulen, Einleitung in die hl. Schrift 2. Aufl. Frei-
burg i. Br. 1884. S. 430- 9) Joh. 1,1. xo) Apstg. 2,36.
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— 33 —
Wenn er ihn aber „gemacht" nennt,
Dann ist er kleiner als der Vater, der ihn geschaflFen hat
CyriUus 22. Du irrst, weil du nicht hörst
Auf alle Bücher, welche sagen,
Dass als Herrn der Herrlichkeit ihn verkündet')
Der grosse Paulus in seiner Lehre.
Nestorius 23. Du irrst. Verwegener! Behaupte nicht,
Dass der Totenerwecker den Tod gekostet hat!
Siehe, der Tarser hat ihn [so] verkündet.*)
Du Gottloser, widerstreite nicht!
Cyrillus 24. Johannes femer hat ihn getauft
Er wollte ihn nicht taufen,^)
Denn er zitterte und fürchtete sich sehr,
Auf den Herrn des Alls seine Hand zu legen.
Nestorius 25. Johannes hat ihn auch verkündet,
Indem er ihn vor der Welt Lamm nannte.*)
Auch hat das Wasser, mit welchem er getauft wurde.
Fleisch berührt, aber nicht das Wort
Cyrillus 26. Die Schriftstelle des Paulus befestigt uns:
Dass durch den Sohn der Vater über sich gelehrt.5)
Du aber rufst und verkündest,
Dass das Wort des Vaters einen Leib angezogen habe.
Nestorius 27. Wie blind ist dein Herz! Nicht hörst du,
Dass Matthäus^) ihn als Sohn Davids verkündet hat.
Mit ihm stimmt auch Lucas überein:
Der Sohn Josephs 7) hat das Leiden erduldet.
Cyrillus 28. Während du schreist, hörst du nicht
Den grossen Moses, der mit mir spricht: [gesehen.*)
Von Angesicht zu Angesicht habe ich seine Herrlichkeit
Gieb deine Zustimmung, o Mann, widerstreite nicht!
Nestorius 29. Hast du nicht Moses vernommen, der bittet:
Zeige mir deine Herrlichkeit, dass ich dich sehe?9)
X) I Cor. 2,8. 2) Rom. 8, 11. 3) Matth. 3, 14. 4) Joh. 1,29.
5) Hebr. 1,2. Vgl die Bemerkung Theodors lu dieser Stelle bei Mai, coli. VI.
p. 307 . . . (pavepcDS yap kv^my^a fev ^icp rcp dy^pvoxcp Xeyoöv ßevirvüTau Vgl.
Gal 1,12.16. 6) Matth, i,i und oft. 7) Luc. 3,23. 4,2»- *) Ex. 33,11.
9) Ex. 33, 18.
3
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— 34 —
Und der Herr des Alls antwortete ihm:
Du kannst mich nicht sehen.')
Cyrillus 30, Den Sohn selbst höre ich sagen:
Ich bin in meinem Vater, und mein Vater ist in mir.')
Und dir, o Mann, sollte er zurufen,
Dass das Wort mit dem Leibe eines Menschen bekleidet sei?^)
Nestorius 31. Er hat, wie ich weiss, gesagt:
Aus dem Geschlecht der Sterblichen bin ich geworden.
Denn er hat sich Menschensohn ♦) genannt.
Du aber, o Mann, hast ihn verleugnet.
Cyrillus 32. Die Feurigen und die Scharen oben
Waren zur Zeit seines Leidens traurig,*)
Weil sie sahen, wie die Herrlichkeit des Herrn des Alls
Von Feinden mit Schmach bedeckt war.
Nestorius 33. Die Feurigen rief er zu seiner Hülfe
Zur Zeit seines Leidens, als er gekreuzigt wurde.^)
Wenn er das Wort war, wozu wäre es nötig gewesen,
Dass ein Engel kam und ihn stärkte? 7)
Cyrillus 34. Die Predigt des Paulus verkündet: [aufgestiegen ist^)
Jener, welcher herabgestiegen, ist derselbe als der, welcher hin-
Und du, o Mann, behauptest dagegen,
Dass das Wort einen Menschen 9) angezogen habe.
Nestorius 35. Die Predigt des Paulus verkündet,
Dass er ihn auf den Thron der Herrlichkeit gesetzt habe.**')
Wenn er ihn aber gesetzt hat.
Dann ist nicht ewig sein Thron gewesen.
Cyrillus 36. Blind ist dein Herz, nicht weisst du,
Dass derselbe Paulus über ihn verkündet:
Ex. 33,20. 2) Joh. 10,38. 14,11. 3) Übersetzten wir das syrische
JLmI) («^^ mit »»menschlicher Leib**, so würden wir den Sinn der Worte des Cyrill
und die Lehre des Nestorius nicht treffen. Nestorius konnte beides sagen: das
Wort ist mit einem menschlichen Leibe oder mit dem Leibe eines Menschen
bekleidet; fQr Cyrill ist aber nur dies eine möglich: das Wort ist mit einem
menschlichen Leibe bekleidet. 4) Matth. 8,20 und oft nach Dan. 7,13. 5) Der
Dichter denkt wohl an die Finsternis (Matth. 27,45. Luc. 23, 44 f.). Nach nestori-
anischer Ansicht werden die Gestirne von den Engeln bewegt Vgl. H. Kihn
a. a. O. S. 425. 6) Das Gebet, welches Christus am Kreuze verrichtet, deutet
der Dichter als eine Bitte um Hülfe an die Engel. 7) Luc. 22,43. ^ ^^ 4>io*
9 Vgl. oben Anm. 3. »o) Eph. l,ao (Hebr. 12,2. PhiL 2,9).
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— 35 —
Die Gottheit wohnt in ihm,^
Er ist eine Wohnung des Gott- Wortes.
Nestorius 37. Fehlt in der Handschrift.
C}nillus 38. Öffne die Schriften und lies darin
Und die Väter vernimm und höre!
Gott- Wort, sagen sie,
Hat gelitten und ist gekreuzigt
Nestorius 39. Öffne deine Ohren, Unglückseliger!
Und vernimm den Kepha, der verkündete:
Mensch war Jesus, der gestorben ist.*)
Halte zurück deine Schmähungen, streite nicht!
Cyrillus 40. Lehren wollte uns der Donnersohn:
Gott- Wort nennt er ihn und verkündet,
Dass er Fleisch geworden sei,3)
Dass er hinabgestiegen und hinaufgestiegen,*) wie er wollte.
Nestorius 41. Das Gebet, 5) Unglückseliger, welches verrichtet wurde
Zur Zeit des Leidens, wessen (Gebet) war das?
Ist er etwa Gott- Wort?
Höre auf, deine Schmähungen vorzubringen!
Cyrillus 42. Die Schriften rufen, indem sie sagen:
Gott ist gestorben und begraben.^)
Du aber, o Mann, sagst:
Ein Mensch ist gestorben und nicht der Herr.
Nestorius 43. Christus ruft, du aber hörst nicht:
Mit dem Leib der Sterblichen bin ich bekleidet')
Und du, Abtrünniger, behauptest dagegen,
Dass Gott- Wort gekreuzigt wurde.
Cyrillus 44. Der grosse Paulus hat so gerufen
Und ihn den Herrn der Herrlichkeit genannt.^)
Aber nicht ist er ein Mensch, wie du sagst.
Was widerstrebst du, ohne beizustimmen!
Nestorius 45. Der Lehrer des Paulus 9) hat so gerufen:
Menschensohn'**) bin ich, und in mir, spricht er,
") Col. 2,9. 2) Apstg. 2, 22 f. 3) Joh. I, 14. 4) Eph. 4, 10.
5) Matth. 26,39—46. Mr. 14» 32— 43- Luc. 23,39—47. 6) Apstg. 13,28.29.33.
I Cor. 15,3.4 ff. Js. 53,8.9. 7) Hebr. 10,5. «) l Cor. 2,8. 9) Gal. 1,12.
w) Vgl. St. 31.
3*
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-se-
ist der Vater, der mich in die Welt gesandt hat,*)
Damit ich Adam vom Fluche erlöste.^)
Cyrillus 46. Sonne und Felsen bezeugen
Und der Vorhang, welcher zerriss:*)
Nicht wegen eines Menschen ist das geschehen,
Sondern wegen ihres Schöpfers.
Nestorius 47. Vernimm den Propheten, der über ihn ausruft:
Emmanuels) wird sein Name genannt!
Wem anders gebührt der Name, der g^eben ist.
Als einem Menschen, welcher empfangen wurde?
48. Preis sei dir, Herr des Alls,
Dass du [deine] Söhne gelehrt hast, dich anzubeten,
Dass du aber vor dem Herzen der Häretiker, die deinen Sohn
Deine Herrlichkeit verborgen hast! [verleugnet haben,
49. Singe, o Kirche, in Freude
Preis beim Gedächtnis der Priester
Dem, dessen grosse Macht in ihnen gewohnt hat, [haben!
Durch dessen weisheitsvolle Kraft sie triumphiert und gesi^
Sügithä.^)
(Syr. Text S. 23).
Über die Geschichte Abels erstaunte mein Geist
Und geriet in grosse Verwunderung;
Und mein Geist ward angeregt, zu besingen
Jenen Kampf, den die Brüder führten.
Das Blut des unversehens Bedrängten forderte mich auf.
Zu erzählen seine überaus beklagenswerte Geschichte.
Denn auch die Erde schrie ob seines Blutes.
Er war das erste Opfer jenes Fluches.7)
Welche Streitursache vorlag,
Müssen wir den Zuhörern erzählen,
Weshalb und auf welche Weise die Brüder stritten
Und von Anfang an den Totschlag ins Werk setzten.
I) Vgl Str. 3a 2) Joh. 3,17. 5,37. 17,18. 3) GaL 3,13. 4) Matth.
27,51. Mr. 15,38. Luc. 23,45. 5) Js. 7,14. 6) Die hier dichterisch
bearbeitete Erzählung s. Gen. 4,1 — 12. 7) Gen. 3,19.
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— 37 —
4. Seitdem aus dem Garten g^[angen
Unser Vater Adam, da er gesündigt hatte,
Wurden ihm Söhne geboren nach dem Worte
Jenes Schöpfers, der also wollte.
5. Sie nahmen die Erde in Besitz, um sie zu bebauen.
Damit ein gerechtes Gericht vollstreckt würde, entschied
Jener: in Arbeit und Mühe
Sollst du auf Erden das Brot essen! ')
6. Kain entschied sich iur den Feldbau,
Abel, der Gerechte, hütete die Schafe.*)
Adam sah sie und freute sich
Und tröstete sich in seiner Bedrängnis.
7. Adam sass da und rief seine Söhne;
Und als sie vor ihm standen, sprach er zu ihnen:
Von den Früchten eurer Arbeit
Opfert die Erstlinge dem Herrn.
8 Und derjenige, gegen den ich gesündigt, und der mir zürnte
Und aus dem Paradiese mich vertrieb und verjagte,
Wird vielleicht versöhnt durch eure Gaben
Und durch eure Opfer mir wieder zugethan.
9. Sie trugen Opfer herbei, wie ihnen befohlen war,
Ein jeder von seiner Arbeit,
Und brachten sie vor den Herrn,
Um dadurch ihn in seinem Zorne zu versöhnen.
10. Adam sah es und blieb fem von ihnen stehen.
Um zu sehen, was er ihnen antworte.
Und der listige Böse hing sich an Kain
Und erfüllte ihn mit 2^m und Wut.
11. Sie kamen auf die Höhe 3) zum Herrn,
Sie breiteten aus und brachten ihm dar ihre Opfer.
Am Opfer des Abel hatte er Wohlgefallen,
Aber das Opfer Kains versöhnte ihn nichts)
X) Gen. 3,19. s) Gen. 4,2. 3) Narses lässt bereits das erste biblische
Opfer auf einer Höhe Gott dargebracht werden; die hL Schrift sagt davon nichts.
Später war der Höhencult im Schwange. S. A. Schöpfer, Die Geschichte des
Alten Testamentes. 2. Aufl. Brizen 1895. S. 244 f.
4) Gen. 4»4f.
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- 3« -
12. Der Neidische sah es und wurde zornig*)
Und lockte seinen Bruder in eine Schlucht*)
Der listige Böse war sein Lehrer,
Dieser unterwies ihn, Blut zu vergiessen,
Kain 13. Kain sprach: weil Wohlgefallen hatte
Der Herr an deinem Opfer und meines verschmähte,
Will ich dich töten, weil er dich liebte.
Und Rache nehmen an deinem Freunde.
Abel 14. Abel sprach: welches Unrecht habe ich begangen.
Wenn wirklich der Herr an mir sein Wohlgefallen hatte?
Er erforscht ja das Herz und kann
Erwählen und verwerfen, wie es ihm gefallt.
Kain 15. Der Erstgeborene bin ich, darum musste er
Mich dir bevorzugen.
Warum hat er dich geliebt und mich gehasst
Und mein Opfer verworfen und meine Anbetung verabscheut?
Abel 16. Wenn die Opfer aufsteigen,
Muss Liebe in ihnen sein.
Das Opfer, mit welchem der Wille nicht verbunden, ist
Hassenswert und verwerflich.
Kain 17. Ich entreisse dich deinem Freunde,
Denn dich und mich fasst die Erde nicht.
Annehmen wird er von mir ein Opfer,
Wenn kein anderer auf ihr ist.
Abel 18. Einen kleinen Winkel auf der Welt
Lass mir in Güte und töte mich nicht!
Die ganze Erde soll dir gehören,
Und Opfer bringe dar nach deiner Lust.
Kain 19. Thränen und Weinen überreden mich nicht.
Auch nicht viele Seufzer.
Denn seitdem er dein Opfer annahm.
Giltst du mir wie ein Toter im Grabe.
Abel 20. Dein soll diese Welt sein,
Aber lass mich in Güte auf ihr bleiben.
Das Joch deiner Herrschaft magst du auf meinen Nacken legen;
Ich hab' genug am Leben, zu welchem ich gekommen bin.
X) Gen. 4,5. 2) Das Opfer auf der Höhe, der Totschlag in der Tiefe.
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— 39 -
Kain ai. Siehe, von jetzt an wird Eva, deine Mutter,
Deiner beraubt sein,
Und Adam wird dich suchen, dich aber nicht finden,
So dass du giltst wie einer, der nicht ist
Abel 22. Wenn Adam dich nach mir fragt,
Welche Antwort wirst du ihm geben?
Sein erster Unglücksfall*) ist noch nicht geheilt.
Da legst du einen Dom in seine Wunde.
Kain 23. Wenn er dein Opfer anerkannte und annahm
Und durch die Flamme') dich bevorzugte,
So töte ich dich, weil er dich liebte.
Und nehme Rache an deinem Freunde.
Abel 24. Weh mir Bedrängten! Was geschieht mir!
Ich sterbe, ohne gesündigt zu haben.
Mein Bruder, habe doch Mitleid und erbarm* dich meiner,
Vei^ess nicht mein Blut, wie ein von Hass erfüllter Mensch
Kain 25. Der Zorn übermannte mich, und mit Wut war ich erfüllt.
Als ich hinabstieg, und mein Opfer auf mir lastete.
Warum hat er es nicht angenommen? Wenn du es weisst,
Offenbare mir das Geheimnis, und du wirst nicht sterben.
Abel 26. Zu gering ist der Mund, um zu schildern
Den grossen Anblick^ den ich dort gesehen habe:
Als die Wahrheit 3) da stand und das Opfer annahm
Und erwählte und verwarf, wie es ihr gefiel.
Kain 27. Dein Anblick nützt mir nichts,
Sondern ruft Mord und Tod über dich.
Dein Kleid haben Leiden gewebt,*)
Und ein Gewand von Blut bedecket dich.
Abel 28. Dein Anblick, den ich sah, wird mich erlösen
Vom Satan, dessen Wohnung du bist.
Und wenn ich sterbe, bezeugen
Himmel und Erde, dass ich schuldlos bin.
i) Die Vertreibung aas dem Paradiese. >) Der Dichter deutet an, dass
Gott die gnädige Annahme des Opfers dadurch zu erkennen gab, dass er es durch
Feuer Tom Himmel verzehrte, wie bei Aaron (Lev. 9,24), Gedeon (Rieht 6,21),
David (i Chron. 21,26), Elias (3 Kon. 18,38). 3) D. h. Gott, der in Wahrheit
und Gerechtigkeit (La^J») sein Urteil fallt. Vgl. Luc. 12,57. Rom. 2,2. 4) Der
unveränderte S3rr. Text heisst: dein Kleid ist Leiden webend.
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— 40 —
Kain ag. Dich hat er ausgezeichnet und bevorzugt, [schmäht
Aber mein Opfer hat er verworfen und meine Anbetung ver-
Und deshalb, weil er dich liebte,
Verbinde ich dein Blut mit deinem Opfer.')
Abel 30. Ja, er hat mich ausgezeichnet, wie du sagst,
Und mein Opfer angenommen und mich geliebt.
Wohlan, tauche nicht deine Hand in mein Blut,
Damit er nicht etwa ein Urteil über dich falle!
Kain 31. Einen Steinhaufen will ich über dir auffuhren.
Wer wollte dein Blut rächen an mir?
Den Herrn habe ich verlassen auf dem Berge oben.
Wer befreit dich, wenn ich dich töte?
Abel 32. Der Steinhaufe, den du über mir aufrichtest,
Wird für mich rufen und dich anklagen;
Und hören wird der Gerechte ihr Geschrei
Und mein Unrecht an dir richten.
Kain 33. Wenn du noch so viel mich schreckst,
Die List meines Geistes wird nicht abgewaschen.
Wenn nicht fühlt meine Hand dein Blut,
Bin ich nicht ruhig und zufrieden.
Abel 34. Wie lästig ist denn mein Leben dir,
Dass mich und dich die Erde nicht tragen kann?
Dein soll mein Opfer sein, beruhige dich,
Lass ab vom Zorn und töte mich nicht!
Kain 35. Mich nähme er eher an als dich,
Wenn du mir nicht Unrecht gethan hättest.
Du bist ein Kind an Jahren und an Einsicht,
Und doch beim Opfer wärest du der erste.
Abel 36. Wärest du gut, so hätte er dich auserwählt*)
Und wäre mit deinem Opfer zufrieden gewesen,
Und du wärest aufgenommen, wenn du verbunden hättest
Die rechte Liebe mit dem Opfer.
Kain 37. Was sprach Adam, als er mich fragte?
Warum hat er dich nicht angenommen?
An dir hat er Freude, wenn du zurückkehrst,
Mir aber zürnt er wie ein Widersacher.
x) D. h. vernichte ich dich, wie dein Opfer verzehrt und vernichtet ist
») Gen. 4» 7.
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— 41 —
Abel 38. Harten Tod bringst du über dich.
Adam zürnt, wenn du mich tötest
Schone deiner Mutter, auf dass nicht abgeschnitten werde
Der kleine Spross, der aus ihr erblühte.
Kain 39. Den Spross, der grösser und geehrter ist als ich.
Will ich ausrotten, damit er mich nicht zerschlage.
Schnell will ich ihn ausrotten, so lange er noch klein ist.
Damit er nicht gross wird und sich gegen mich auflehnt.
Abel 40. Lass ab vom Zorn
Und gieb die Bosheit auf.
Siehe, vor der Thür lagert die Sünde;
Tritt nicht hinzu, damit sie dich nicht zerreisst.
Kain 41* Er hat mich hingestreckt und zu Boden geworfen, er zürnt mir,
Er hat mein Opfer verworfen und meine Anbetimg verschmäht.
Was hat er noch, um es mir zuzufügen,
Ausserdem, ehe ich dich töte?
Abel 42. Sehr böse bist du, dass du mein Blut vergiessen
Und das Ebenbild, welches seine Hände gebildet haben,
Verlass das Land in Frieden, [vernichten willst.
Erflehe Barmherzigkeit, und du wirst beruhigt sein!
Kain 43. Schwer ist das, was du sagst.
Und härter ist dein Wort, als es scheint
Denn nachdem er mich gehasst und verworfen hat.
Bittest du mich, dass ich sein Antlitz schaue.
Abel 44* Geschaffener Sklave, widersteh' nicht
Dem Guten, der dich gebildet und geschmückt hat!
Gedenke der Erde, aus der du geworden,
Und des Staubes, in welchen du zurückkehrst!*)
Kain 45. Hör* auf, derartiges vorzubringen;
Durch Gerede wirst du nicht befreit.
Unglücklicher, deine Zeit ist gekommen.
Überflüssig sind deine Worte!
Abel 46. Unvernünftig ist geworden dein Verstand vor Zorn,
Du weisst nicht, was du sprichst.
Daher werden weinen über mich die Berge,
Zwischen denen ich sterbe.
») Gen. 4» 7. *) Gen. 3, 19.
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- 42 —
47» Er trat zum Sohn seiner Mutter und schlug ihn zu Boden
Wie ein Lamm, das geschlachtet wird.*)
Und es wehklagte die Höhe, und die Tiefe weinte
Über den Gerechten, da er getötet wurde.
48. Es kamen die Höhen, um zu weinen
Über den eben Erschlagenen, der zwischen ihnen lag,
Und die Scharen der Höhe gerieten in Erstaunen
Über das, was der Verwegene verübt.
49* Schmerzvoll schrie er, als er bedrängt ward,
Und die Berge heulten über sein Seufzen,
Und die stummen Felsen vernahmen sein Weinen
Und riefen vor Traurigkeit.
50. Die Erde schrie, als sie aufnahm*)
Das frische Blut, das auf sie floss.
Und erbittert ward sie über den Mörder
Und sprach voll Abscheu: was hat er gethan?
51. Erschüttert zitterten die Elemente,
Denn sie sahen den ersten Leichnam,
Und die Erde erzitterte, da sie aufnahm
Das erste Blut, das auf sie floss. ^)
52. Der Herr des Alls liess am Himmel donnern.
Denn das Blut Abels schrie zu ihm;*)
Und wie ein Richter setzte er sich zum Gerichte
Und lud den Kain, um ihn zu fragen.
53. Der Herr fing an zu ihm zu sprechen:
Wo ist dein Bruder?^) Er aber fürchtete sich und zitterte
Und gab ihm diese Antwort:
Ich bin nicht der Hüter meines Bruders.^)
54. Er fragte ihn weiter: was hast du gethan? 5)
Siehe, das Blut deines Bruders schreit zu mir,^)
Und der Urteilsspruch kommt über dich:
Unstät und flüchtig sollst du sein auf Erden. ^)
55* Kain staunte,
Wie schnell der Fluch über ihn kam;
Js. 53. 7« Abel, ein Vorbild Christi. 2) Gen. 4, 10.
3) Gen. 4, 1 1. 4) Gen. 4, 9.
5) Gen. 4, 10. 6) Gen, 4, 12.
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— 43 —
Und in seiner Sünde bekannte er seine Schuld
Und bat flehentlich um Verzeihung.*)
56, Ehre dir, o Herr des Alls!
Höhe und Tiefe hangen durch deinen Wink.
Das Andenken der Gerechten hast du bewahrt
Und die Gottlosen ausgetilgt.
Sügitha.
(Syr. Text S. 27).
Der erfahrene Arzt wollte in seiner Barmherzigkeit
Unser krankes Geschlecht gesund machen
Und die geschlagenen Wunden verbinden
Und heilen*) durch sein Wort.
Die Söhne Abrahams erwählte er vor alters
Und bezeichnete sie mit seinem Zeichen,
Und vor allen Völkern wählte er sie aus,
Um zu bewirken, dass alle Völker ihnen nacheiferten.
Den Samen Abrahams erwählte er vor alters,
Damit er aus ihnen entstände, wenn er sich offenbarte.
Und im Geheimnis zeigte er ihnen
Seine Führung in der Welt.
Die Bücher des Geistes lehrten über ihn,
Die Propheten der Wahrheit verkündeten von ihm.
Die Worte, welche sie über ihn enthüllten,
Bekräftigte er durch sein Wort.
Einer von den Propheten verkündete von ihm,^)
Ein anderer Prophet weissagte von ihm,
Dass er mit dem heiligen Geist gesalbt werde. ^)
x) Dass Kain sich bekehrt, sagt die Schrift nicht. Weish. 10,1 fT., wo uns
die Bekehrung Adams geoffenbart wird, heisst es nach der Pest^tä: und abwich
von ihr (der Weisheit) der ungerechte Kain, den Brudermörder richtete zu Grunde
der Zorn. 2) VgL Js. 53,4. 5.
3) S. syr. Text und Anmerkung. 4) Js. 61, 1.
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— 44 —
6. Fehlt in der Handschrift.")
Und aus der Taufe gleich der Sonne
Ging auf sein Licht in der Welt.
7. Von seinem Einzug in Jerusalem
Verkündete vorher ein Prophet:
Kinder ziehen aus und preisen
Und rühmen (ihn) mit ihrem Munde.*)
8. Und ein anderer Prophet rief im Geiste:
Demütig ist dein König, Jerusalem!
Er wird sitzen auf dem Füllen eines Esels und in dich einziehen
Erhebe dich, zieh' ihm entgegen, er wird dich erlösen. 3)
g. Die Väter weissagten über ihn,
Und die Propheten verkündeten ihn im voraus,
Damit man bei seiner Offenbarung denjenigen aufnähme,
Durch welchen die Wunden geheilt werden.^)
IG. Der Mutlosen und Niedergedrückten
Krankheit berührte der Arzt
Und gab ihren Wunden Heilmittel;
Sie aber verschmähten das Heilmittel und zogen die Krankheit
II, An diesem Tage 5) wollte Christus [vor.
In Jerusalem einziehen.
Die Scharen brachen auf und zogen ihm entgegen,
Und Kinder fingen an, ihn zu preisen.
la. Säuglinge
Priesen ihn durch ihre Hosanna.
Die Pharisäer und Schriftgelehrten, welche dies bemerkten,
Ergrimmten und brachen in Bitterkeit aus.
Pharisäer 13. Die Pharisäer sprachen in ihrem Neid
Zu unserm Erlöser, indem sie riefen:
Warum hast du uns in Aufregung gebracht.
Und warum sind alle Scharen dir entgegen gezogen?
Unser Herr 14. Unser Herr sprach: Pharisäer, höret!
Reinigt euer Herz vom Neid!
X) S. syr. Text 2) Ps. 8, 3 (2). 3) Zach. 9, 9.
♦) Vgl Js. 53,5. Jer. 30,17.
5) Die Erxähltmg, welche jetzt beginnt, findet sich, soweit sie biblisch ist,
Matth. 21, I— 12. 15. 16. Mr. 11, i— n. Luc. 19, 28^41« Joh. 12, 12—16.
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— 45 —
Wer hat euch gerufen, dass ihr zu mir kommt?
Und wer hat eure Stadt in Aufr^ung gesetzt?
Pharisäer 15. Schlecht ist das, was du an uns gethan hast,
Und gross ist die Bedrängnis, die du uns zugefugt.
Denn keiner ist in Jerusalem verblieben,
Der dir nicht eiligst entg^en zog.
Unser Herr i6. Wie ihr sagt, ist böse für euch
Und sehr gross die Niederlage, die euch zugestossen ist.
Denn ihr hasset mich aus Neid,
Und doch seid ihr mir wie Freunde entgegen gezogen.
Pharisäer 17, Unsere Stadt strömte lärmend aus
Und zog jubelnd dir entgegen;
Und nicht blos ist sie ausgezogen,
Nein, alle loben dich.
Unser Herr 18. Entfernt den Neid aus euren Herzen
Und wie Kluge bedenket dieses:
Wenn Weiber und Kinder ausgezogen sind,
Was hat euch veranlasst und hinausgeführt?
Pharisäer 19. Ein staunenswertes Wunder ist es.
Das niemals auf der Welt geschehen ist.
Wir wissen nicht, was sie gesehen haben,
Dass sie alle zugleich dir entgegen gezogen sind.
Unser Herr ao. Wisset, o Blinde, und beachtet es wohl:
Sie verdammen euch.
Wegen eures grossen Neides
Ist thöricht geworden eure Einsicht
Pharisäer ai. Alles, was du sagst.
Nützt uns nicht, sondern erfüllt uns mit Schimpf
Erst hast du unsere Stadt in Aufregung gesetzt und uns
veranlasst, hinauszugehen.
Und nachher verachtest du uns.
Unser Herr 22. Siehe, offen ist das Ziel eures Neides,
Mit Gott ist euer Streit.
Denn er hat eure Stadt in Bew^fung gebracht,
Ihr aber seid hinausgegangen, weil ihr nicht damit ein-
verstanden seid.
Pharisäer 23. Wenn Scharen dir entgegen gingen
Und in Aufr^^ung auszogen, wie du sagst,
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- 46 -
Und wenn Kinder dich preisen,
Welchen Si^ hast du davongetragen?
Unser Herr 24. Wenn dieses euch nützt
Und euren Stolz beschuldigt,
Dass ihr gegen euren Willen zu mir hinausgekommen seid.
So ist auch die Huldigung ohne euren Willen geschehen.
Pharisäer 25. Grosse Aufregung war in Sion,
Denn Höhe und Tiefe sind erstaunt,
Dass wir jenem, den wir zu schmähen suchten.
Entgegen zogen, um ihn zu ehren.
Unser Herr 26. Bösen Samen hat in eure Herzen gestreut
Jener, welcher euren Untergang liebt.
Ihr wäret blind gegen das Gute
Und achtetet nicht auf das Wahre.
Pharisäer 27. Siehe, die Scharen, welche herbeigeeilt sind,
Männer und Weiber und Jungfrauen insgesamt
Breiten ihre Kleider auf den Weg,
Und wir wissen nicht, was sie gesehen haben.
Unser Herr 28- Eine verborgene Kräfte) hat sie bewegt
Und in Freude hinausgeführt.
Sie wissen nicht, was es ist,
Sondern wissen nur zu sehen und zu preisen.
Pharisäer 29, Die kleinen Kinder und ihre Mütter
Sind zugleich mit der Schar hinausgegangen in^esamt.
Und mit allen Vätern sind sie ausgezogen
Und vergrössem das Geschrei gegen uns.
Unser Herr 30. Die Kinder, welche gekommen sind, haben keine
Denn ihre Mütter tragen sie. [Einsicht,
Ihr aber müsst euch schämen.
Denn wer hat euch gerufen, dass ihr zu mir kommt?
Pharisäer 31. Wir wissen also, dass irrtümlich
Jerusalem dir entgegen zog.
Denn vorher verachteten dich seine Söhne,
Jetzt aber erheben dich alle.
Unser Herr 32. Eure Kinder haben alles vollführt und vollendet.
Was David*) über mich verkündet hat.
I) Vgl. Luc. 6, 19. 2) PsL 8, 3 (2).
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— 47 —
Jener sah nämlich im Geiste vorher,
Was heute von euch geschehen ist.
Pharisäer 33. Schilt*) die Kinder, dass sie schweigen,
Denn alle rufen und sprechen:
Hosanna in der Höhe oben,
Hosanna dir, der du erschienen bist aus David.')
Unser Herr 34. Geschrieben steht in den Psalmen, 3) und euch ruft zu
Der Geist, der vorher ihn erwartete:
Aus dem Munde der Knaben und Kinder
Wird er sich Ruhm bereiten. Heute ist es geschehen.
Pharisäer 35. Wenn doch nur dieses geschähe,
Dass du Stillschweigen den Kindern auflegtest!
Wer hat ihr Lob gehört.
Ohne dass Staunen ihn befiel?
Unser Herr 36. Euer Neid ist ohne Ende,
Und eure Thorheit ohne Mass.
Denn daraus solltet ihr erkennen,
Dass der Herr sie angetrieben hat.
Pharisäer 37. Wer hat jemals solches gesehen?
Säuglinge
Rufen und sagen Hosanna.
Und keiner ist, der sie schilt; vielleicht schwiegen sie.
Unser Herr 38. Eben deshalb schämt euch!
Denn wie hoch und erhaben ist es,
Dass Knaben preisen und loben
Und durch ihr Hosanna euch beschuldigen!
Pharisäer 39. Schweigen sollen die Kinder und nicht mehr sagen
Lob, welches dem Erhabenen zukommt.
Denn siehe, über ihre Stinmie staunen •
Höhe und Tiefe und alles, was in ihnen ist.
Unser Herr 40. Schämen soll sich euer hoher Sinn!
Denn ihr hättet Lob singen müssen
Über das Wunder, das heute geschehen ist.
Denn aus Neid habt ihr euch aufgeregt
Pharisäer 41. Erfahrene Greise sagen nicht Lob
Und preisen dich nicht, um nicht zu lästern.
X) Aas Matth. 21, 15. 16 und Luc. 19, 39. ^) Matth. ai, 9. 3) PsL 8, 3 (2).
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- 48 -
Einfältige Kinder loben dich,
Die zwischen gut und bös nicht unterscheiden.
Unser Herr 42* Blind sind sie vor Neid;
Der Neid hat ihren Verstand verwirrt.
Wenn bei Kindern dies geschehen ist,
Dann glaubet und bekennet den einen Herrn.
Pharisäer 43. Die Säuglinge
Sagen Lob auf den Armen ihrer Mütter,
Und wenn du nicht befiehlst, dass sie schweigen,
Dann wird unsere Stadt in ihre Lästerung versenkt.
Unser Herr 44. Über euch hat der Prophet im Geiste gerufen:
Sie haben ihre Herzen verschlossen
Und die Ohren ihres Gehörs glatt gemacht,
Damit sie nicht ihren Schöpfer erkennen.
Pharisäer 45. Befiehl den Kindern, dass sie schweigen,
Denn ihr Lob kommt dir nicht zu.
Warum sind sie bemüht, dich zu loben
Und durch ihr Hosanna dich zu ehren?
Unser Herr 46. Da zeigen sich die Früchte des Neides,
Und offenbar wird die List eures Sinnes.
Anstatt geziemend zu erstaunen.
Seid ihr in eure tiefe Bosheit versenkt.
Pharisäer 47. Sion, die heilige Stadt, [hinausging?
Wer hat sie in Aufr^^ung gesetzt und veranlasst, dass sie
Und wie lernten einfaltige Kinder,
Dir würzigen Ruhm zu verkünden?
Unser Herr 48. Sion, das in Scharen hinausging,
Hat die verborgene Kraft geheissen, hinauszugehen,
Damit sich erfüllten die Worte der Propheten
Durch dies neue Ereignis am heutigen Tage.
Pharisäer 49. Befiehl den Kindern, dass sie schweigen!
Wir ertragen nicht ihre Lästerung.
SchUt sie, damit sie ruhig süid und verstummen.
Auf dass sich zeige, dass sie dir gehorchen!
Unser Herr 50, Wenn die Stimmen der Kinder schwiegen.
Dann würdet ihr brennen vor Neid.
z) Js. 6, xo. 29, 10.
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— 49 —
Wenn die Kinder schwiegen,
Würden die Steine rufen wie sie.')
Pharisäer 51. Gewaltig ist das Ereignis des heutigen Tages.
Stimmen von lobsingenden Kindern!
Welche Kraft hat sie bewegt?
Wenn doch der Tod euch fasste!
Unser Herr 52. Eure prahlenden Fürsten
Und eure stolzen Priester
Schelten die Kleinen und schweigen,
Denn sie kennen die Stimme ihrer Kinder.
Pharisäer 53. Es fingen an zu denken und zu rufen
Die Pharisäer und Schriftgelehrten und Priester:
Misslich ist das beutige Ereignis,
Es übersteigt alles, was uns begegnet ist.
54. Das Gerücht vom heutigen Ereignis
Verbreitete sich über ganz Judäa;
Und sie glaubten an ihn, sobald sie vernahmen,
Dass die Säuglinge jubelnd sein Lob verkündet hatten.
55. Grosses Staunen befiel uns.
Denn ohne es zu wissen, zogen wir ihm entgegen,
Bevor unser Verstand über uns herrschte.
Abgeschafft werden alle unsere Festtage.
56. Grosses Erstaunen zeigte sich
In Jerusalem am heutigen Tage,
Weil die Säuglinge Lob sangen
Dem grossen König, dem König der Könige.
Sügitha.O
(Syr. Text S, 32).
I. Einen schweren Kampf veranstaltete der Böse
Durch die Hand der Könige gegen die Märtyrer.
z) Luc. 19,40.
2) ben Stoff zu diesem Gedichte hat irgend ein Ereignis bei einer persischen
Christenverfolgung, vielleicht unter Schapur II, 309 — 381, abgegeben. Die Christen
sollten die Sonne anbeten und die Religion des Königs der Könige annehmen,
widrigenfalls die schwersten Qualen erleiden.
4
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— 50 —
Der Böse und die Könige schlugen die Finger ans Kreuz,
Aber die Märtyrer verleugneten nicht ihren Gott.
2. Sie freuten sich, so oft sie geschlagen wurden,
Ihres Erlösers gedenkend,
Und gegeisselt von ihren Widersachern,
Wurden sie in der Hoffnung auf ihren Herrn bestärkt
3. Jenes unvergänglichen Reiphes
Gedachten die Athleten beim Kampfe
Und der Verheissungen ihres Erlösers:
Jeder, der mich bekennt, wird herrschen mit mir.')
4. Für ein Gastmahl hielten sie die Martern
Und ihre Peiniger für Freunde,
Und es begeisterte sie beim Kampf
Die herrliche Krone der Gläubigen.
König 5. Der König sprach zu den Märtyrern:
Wisst ihr nicht, dass ich euch liebe?
Zieht ihr es nicht vor, ein jeder von euch,
Zu mir zu kommen, da ich euch liebe ?^)
Märtyrer 6. Die Märtyrer sprachen: König, höre!
Du weisst nicht, was du sprichst.
Der Böse, von dem du sagst, er hat euch zu Grunde gerichtet,
Hat dich vernichtet, ohne daiss du es weisst
König 7. Auf wen vertraut ihr, und seid ihr stolz,
Dass ihr solches bei eurem König sagt?
Vielleicht hat der Böse, von dem ich sprach.
Euch verwirrt, damit ihr nicht höret.
Märtyrer 8, Von jenem unsichtbaren Gott,
Auf dessen Befehl Höhe und Tiefe aufgehängt sind.
Hoffen wir, dass er uns helfe;
Ihn werden wir nicht verleugnen wie ihr.
König 9* Offenbaret mir jetzt eure Gesinnung!
Was hat eure Schar beschlossen?
Wenn ihr die Gestirne nicht anbetet.
Werde ich euren Irrtum vernichten.
Märtyrer 10. Wir thun dir kund wie Freunde,
Und diesen Entschluss teilen wir dir mit:
X) Matth. 10, 32 (Luc. 12, 8). Apoc. 20, 4. «) Vgl. gyr. Text.
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— 51 —
Die Sonne, den Mond und die Sterne
Beten wir nicht an, wie du gesagt hast.
König II. Mir gehört das Land und ihr in demselben.
Ganz nach meinem Willen werde ich an euch thun,
Wenn ihr nicht nach meinem Befehl handelt
Und mit mir das Feuer anbetet.
Märtyrer 12. Dir gehört das Land, wie du gesagt hast,
Und die Einwohner desselben dienen dir.
Du aber betest nicht jenen an, der dich erhöht
Und zum König in der Welt gemacht hat.
König 13. Dieses Wunder zeigt sich jedem,
Dass ihr über mich zu Gericht sitzt.
Mitten im Feuer, ich schwöre euch,
Soll euch Glied um Glied abgeschnitten werden.
Märtyrer 14. Über diese Drohung, welche du gegen uns aussprichst.
Freut sich unsere Schar.
So viel Glieder uns abgeschnitten werden,
So viel Ruhmeskronen flichtst du uns.
König 15. Ein schmerzliches Wehe werden über euch ausstossen
Höhe und Tiefe und alles in ihnen.
Je mehr ich euch rate, euren Untergang nicht herbeizuführen,
Desto weiter wagt sich eure Frechheit.
Märtyrer 16. Doppeltes Wehe kommt über dich
Von jenem Gott, der dich erhöht hat.
Dafür, dass er dich erhöht hat auf Erden,
Marterst du seine Verehrer.
König 17. Eine böse Zeit kommt über euch,
Wenn ihr meinen Befehl nicht befolget.
Dir werdet mich nicht zaghaft sehen.
Ich habe euch Gelegenheit zum Sprechen gegeben.
Märtyrer 18. Gering sind die Bedrängnisse und Martern,
Welche unsere Schar vor deinem Thron erträgt,
Im Vergleich zu jenem Ruhm, der dem bereitet ist,
Welcher deine Qualen auf sich nimmt. *)
König 19. Sehet, wie gering eure Lehre ist!
Fürchtet euch derjenige.
X) Vgl. Rom. 8, 18.
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— 52 —
Welcher Würden in der Welt besitzt?
Wie Gottlose werdet ihr geachtet.
Märtyrer ao. Siehe, du wirst samt deiner Ehre vemiditet,
Und es fallt deine Krone zu Boden, und du kommst um.
Unsere Würden aber nehmen kein Ende,
Weil auch ihr Geber nicht aufhört.
König 21. Schöner ist das Gewand, mit welchem ich bekleidet bin,
Welches ganz von allen Arten [von Sdimuck] umgürtet ist,
Als jener Ruhm eures Gottes,
Mit dem er euch, wie ihr hofft, bekleidet.
Märtyrer aa. Schön ist dein Gewand, wie du sagst
Wie sehr hat sich dein Vater, der es getragen hat, an seinem
Anstatt der Perlen, die an ihm sind, [Besitze erfreut!
Weiden sich die Würmer an seiner Seite.
König as« Ihr sollt der Überredung folgen,
Die ich gegen eure Schar angewandt habe.
Denn jenes Gewand, mit welchem ich bekleidet bin.
Werde ich euch allen anlegen, wenn ihr willfährig seid.
Märtyrer 24. Jesus, der König der Ewigkeit,
Die Hoffnung der Schar der Gläubigen,
Wird uns ein Gewand von Silber*) anlegen,
Ihn werden wir nicht verleugnen nach deinem Wort.
König as- Vielleicht hofft ihr. Unglückselige,
Dass ich aus Furcht vor eurem Herrn
Euren Körper nicht zerreissen lasse
Und den Bestien gebe.
Märtyrer a6. Wie schwer müssen wir vor deinem Thron gesündigt
Dass du uns den Bestien geben willst. [haben.
Wer nicht verleugnet seinen Schöpfer,
Nicht Sünde ist es, König sieh!
König 2j. Zu den Göttern des Königs kommet! Betet an
Das Feuer und die Sonne und die Sterne!
Betet nicht an jenen Unsichtbaren,
Von dem ihr noch erzählet, dass er gekreuzigt sei.
Märtyrer a8. Du bist nicht wert, zu hören
Die erhabene Geschichte jenes Gekreuzigten,
1) Vgl Apoc. 6, II. 7,9. 13.
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— 53 —
Du, der du wie ein Kind das Feuer anbetest,
Du, in dessen Hand sein Tod und Leben gelegt ist
König ag. Wer von euch ist gestorben und lebt
Und hat die Herrlichkeit jener Welt gesehen,
Dass ihr Schmerzen und Qualen . ertragt
Wie Steine ohne Empfindung?
Bilartyrer 30. Qiristus, unser König, ist gestorben und lebt
Und hat uns die Herrlichkeit jener Welt geschildert;
Und wegen seines wahrhaftigen Wortes
Fürchten wir nicht deine Qualen.
König 31. Das Feuer verbrennt, wie ihr sagt,
Denjenigen, der auf dieser Welt gesündigt hat.
Auch hier werdet ihr im Feuer brennen.
Erwählet, was für euch ehrenvoll ist!
Märtyrer 3a. Dein Feuer ist es, wie du sagst,
Das ist wahr nach deinem Wort.
Dein Feuet dauert nur eine Stunde, [unauslöschlich.
Aber das Feuer, welches dann über die Welt kommt, ist
König 33. Eitle Hoffnung hat euch jener gelehrt.
Von dem ihr sagt, dass er gestorben sei und lebe.
Opfert dem Feuer und den Sternen,
Und Würden werdet ihr in der Welt besitzen.
Märtyrer 34. Deine Hoffnung beruht auf dieser Welt,
Aber ein jeder weiss, dass du stirbst.
Wer aber Hoffnung auf die Zukunft hat.
Wird in alle Ewigkeit nicht untergehen.
König 35« Bis jetzt habe ich euch geduldig ertragen.
Damit ihr alles nach freiem Bemessen sagtet.
Wenn ihr aber noch femer widerstehet.
Wird Feuer eure Zunge ergreifen.
Märtyrer 36. Auf ewig wirst du uns nicht trennen können
Von dem, welchen wir bekennen,
Nicht, wenn du im Feuer uns brennst,
Auch nicht, wenn du mit dem Schwert uns tötest
König 37. Ihr tötet euch also selbst
Und erwählet freiwillig den Tod.
Wenn ich also eure Schar vernichte,
Bin ich nicht schuldig eurer Qual.
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— 54 -
Märtyrer 38. Wir haben (es) beschlossen und besiegelt und gewollt!
Bring' deine Martern, wie du gesagt hast!
Bereitwillig werden wir 'deine Leiden kosten
Und gekrönt werden, da wir gelitten für den Herrn.
König 39. Wie heftig schmerzt es mich, dass verachtet wird
Euer schönes Bild!
Jesus, euer Erlöser, kann es nicht
Wiederherstellen, wenn es vernichtet ist.
Märtyrer 40. Wenn dein Bild verachtet wird,
Kommt Verächtlichkeit über es,
Denn lebendig und unauslöschlich ist das Feuer,
Welches deine Seele samt deinem Körper brennen wird.
König 41. Nur ein Wort rufet
Und verleugnet Jesum, den Gekreuzigten!
Ich verlange nicht, dass ihr opfert,
Wie ich früher gesagt habe.
Märtyrer 42. Hart ist dein Sinn und krumm.
Und nicht verabscheust du deine Worte.
Jeder, der Jesus, den Gekreuzigten, verleugnet.
Wird mit dir im Feuer gequält.
König 43. Der Geist des Verderbens hat euch ermuntert,
Meine Qualen nicht zu fürchten,
Oder es steht euch ein anderer Ruhm bevor.
Ein grösserer als der, mit welchem ich bekleidet bin.
Märtyrer 44. Der Greist des Verderbens hat dich angehaucht.
Und durch seinen Hauch bist du angetrieben,
Dass du uns drängst, den Herrn zu verleugnen
Und das gefühllose Feuer anzubeten.
König 45. Meine Martern haltet ihr für Schlaf
Und meine Drohungen für einen Traum;
Und während ich euch bitte, zu opfern,
Hören andere und glauben.
Märtyrer 46. Martern und Schmerzen sind den Gläubigen
Wie süsser Wein;
Und wenn sie für den Herrn getötet werden.
Dann sprossen sie wie Weinstöcke im Nisan.
47, Die Kreuziger samt ihrem König staunten
Über die Martyrerschar, die nicht überwunden wurde,
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— 55 —
Sowie auch über jene Kraft ihres Gottes,
Der seine Diener stärkte, dass sie nicht erlagen.
48. Die Hohen staunten über ihren Kampf,
Und die Scharen der Höhe über ihren Streit,
Denn alle zusammen riefen:
Wir werden nicht verleugnen jenen, der gekreuzigt ist!
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— 35 —
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— 59 —
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:^ DÄ&Ad ^JKfiiSi Jm jbäo :^ ^^AS^d ^oy ^ai JbU9 15. ^bb^S
<^yaäi ^0lbA ^M)^ ;oor 2S? xjaXxäo^a ittQäi ocd ^Sp
:^€a^ ;oord 29aJK ^3 a^o i^i^Siso ^l^\Si ixa 16. ^^49
') Doch wohl ;edr; die Stelle habe ich nicht gefunden.
*) In den Handschriften ist dne andere^ Abteilung^ -Die beiden
folgenden Verse- sind mit 7, i und. 2; 7, 3. und. 4 ,mit 8 verbundep.
Jedoch die Verse von Strophe 6 sind unverständlich und fordern den
Ausfall VOUJ2 Zeilen.
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— 27 —
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{'o^ <U&? JUoSdC ^j rJK^Ad 9A ;^2
:;xd i^cboagb iS*9or? o^?? -«^? 2^ ^^o^ ?a^^ 63.
«^iOraAjxia ^2A^ 29übo :^iK* U^^St ^p 5^20
^o :%i»90 (ÜLi^o ^Om2 oOtfi2? :o^ a^Ji^? 9*>M w9A53.
<" ^2? aA^ U^ oiäoi^ Q^? : 2boV>d 001 o^
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(K^2 y^ ^ ^2? :;jK\q^ wöp ^;tt ;ooi 0)LMJK66.
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<^)£bo!ba9 oTJKo&äajiM :^o^ %iCUi ^992 9yao
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— 26 —
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JK9\fl»o ^iiaSold Aa2o : As« «\po ^9^0 yiAo<m 41. ^
^oyo ^i^S yikao x^x^Aocbo ^iiü QiäJöoAX :iia\
<'A^Myi&<N^2
:;ofM ^ ^*^ yOI ;«aLbo :AN^iStaM? 29or yoi Av 43. ^^0
<*y^ <ia2 ^ yOvaä2 ^^mJ? :uAo2 ilä2 y3M>9 äücia
:^JKag 9^9 ^ad^ «^aibo^ s29yi«<NJK }^ Aia\ l^as^ 44. iSiaoi
<^<iOkäoi 0^9 ^MüM^u^o : <S*eoi o^ittd &^ i^pM
Ji^ :»V^\^tS^ 29009 o^ :<|NÜ^aM? ^or ^ JEod 45. ^
<«A^i^^iifliM ;cn 09tfJ|yi ^o 1^9 ;o ^9 ^
: (M»dite )^ JK3iM29 ^o : ^iKtoM ^ ^oo] m^ of^A 46. li^aor
«^0y<M^ ;ft2 JK^ ;ovd : ASi ycocu 2do\ «SiOM
:;JKftOA JKüMJK 2aM2 JKCM90 sO]b9kM2ö ^äütt qto2 M pyi^ 47.
<'uqioa<k2 9a ;boyi»JK iSsi x^OA ;i9b90iiO ;^0O3 li^o
um\o i^üp l^mp 1^9^ |lt^«M 1^ :^DA&9 )JMa ^^ 48.
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— 25 —
: ASi yl950idO ;ft2 JKmS ja sAJb9JK2 ^fVjDdO ^JKhOiMi ^ Jl^f 2j5. ^;tt
<^Aa2 <K^9 }So ;992 yS AV, zt^f^ ^a^Mx i^ ^
zk^9m ^^d ^aä }o%A ;yO?oi!iS>Vfcia Jliaood ooi Soi^f 26. <^or
<^^^^9 ^ yilQ»20 ;a\o S^llX ^MlSdO ;JKMtt ^Düb 9A
:^iSi \3\ liso^o AV^ :y&ä*^2 }^ ^»M ^Of^ 27. ^^tt
:Xo0y 0T3iMoS»p }>V^ ^ :yftt»9As cm M«»? ^öfM 28. ii*aor
:;ftÜ9» JK^^o yU&OJÜ Aa2o r^äüii ilä2 o^ ^35 a!ii^ 29. ^
:yiaMi2 1^2 yiab«Jii «iäbo :^aM29 ^2 o^S ytf 35 a!ii^ 30. iS*90y
<^^^^ ^1*9 öofl^ }ia^9 syMja ^^n^l %i»o9^JK 2^ af^
s 5^3 Uftlilb %^Aa3 oiMo : 5^i^ }sa2 J^^a^ 23i^ 81. ^
<^ ^\,h2 9A ^ JihA ^o :.Si^ 23Q^ oiOsttU U^p
:^3&^o j^ ;iii& sAsi <K<i»3 ;ä;A3'23i^ 82. iSi9or
:.^«x:k«IM ^ yu^33 Am :yiai^Uso ^^^V^A^ vi '^^ ^^- ^'^
«;ft2 yi^a^A^o ;&2 Ax A S5^? ^ ^^i Mo^ A v^
-j^jjb A }^b2 5^o Ad S5^^ JL öhMäl yft )^oy& 84. iS*90T
»yi\\h» Ao ;jk^3m ^ yüO&o :Ax yftaäati ;o<^ 5^p
JKJOSi A Ac6i A2 :^'^? ^ di^ loai SaJtao A 86. ^
«A^*oor ^lao^ütt ^laäaOao z^^^os^c ^li» JiA^ :ASi
*) oiöPi^Jöoj cum äff. 3 pers. f. Vgl. R. Payne Smith, Thesaurus
Syriacus. tom. L p. 984 no. 3.
') Die wörtliche Übersetzung ist hart. Vielleicht ist zu emendieren:
3) R f^^ 4) Das Ms; lautet: ^^^ aV ^ ia»^.
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— 24 —
z^aiahoJb a(i aaäij oy;^ zl,h^ ^^ ;»ob <Ka^ o^ U.
S^ i^Oi«^ ;Cb»Q^ <KO^O :«X3i }Ap90 ;^M|yi« lfm 12.
: w.ii4^ Aa2o 5^90 ;*ä» : ^AJ^? ^ ^ Äm2 13. ^
: ^«a^^2 ^ ;iiäMd 001 y2 : :KSajQ92 ^ iiäg$ai i^l 14. ^äi
W^ :5^d ^ o^ ;oo} i^oOid :;ij99 y^o ;ft2 J3ACO 15. ^
«;iio JK^iä^ ^^udotl ySk/Q»2o :;m .aoJK Ji^o 5^2
z^Qp l^on^ dtt^f ;bAM : ^JoSm^ Iso )aieti o2^ 16. ii*aor
z;^ 2^ ;^d2 5^0 y^3 :^OyyÄ ^ ^ ;&2 9S\l7. ^^0
{«^t^V? 5^2 ^^9 .aäijo :;oorlK 5^ 2^ä2 ö^o ^
^9 -r^^ 9^ J^i^^ )^o zj^ UQ»*^ }^ }ifiao Jissäd 19. ^)tl
<^Jl^ Aa2 duau 2aaL09 ;d^«m :i!Sitt ^^p ^19^^
%A z J0s$is*2 ap itsoOiS^o z Jx^ ^ ^oo^ ^9 20. ^ai
;d92o :^A^ojü ^ o^ ;ii9V>M :5^2 ;am ^xoy ^ lai 21. ^^tt
<«^«yj }^^ ^2 Aa2 iSuSm (^;o<^3 z^«ott 2S0 (';ifiu
:qS <ia2 .90^ J^<^ ^ : ASi jap! 5^ (SjSbD Im 22. li^aov
Bi. 149a. <«o]iS ttäOäm o^Moao ^boao :?eAm<k2 2^ ^>fi o^a^ft?
,!i^ i^ieu di^ ;6fSf6S^o z^jt$x »kc 5^900 ^o 23. ^va
<'5^9 ^ ;&2 TiLttaiKaoo :5^2? li^ 5^ U2
*) ;fiw3d hat ^lA^, obwohl 8 Silben entstehen.
') R ^^as. 3) ;oorft9. Vgl. Nöld. S 300.
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23 —
CPfSyMid :}ftC^d ^ftSac^o ^w :;*>!« ja ;^9^ iMf<K 4a
: .!^ ;i^AA? opbc äM2d : ^>ii ]Ax9 ^aA^i? op93 2.
^o/d 2äAflL9 ;oov O0IO :JKJ^ op^^a )-^ä2 ^i*or 329
ilSip : ^iSUkjiS ^tmp MP9 : JKooi ^^yi^ ^ftJi^ ^ ^of 3.
<>okko AVyli )*äax ^o :o^ }^2? ^2o ^
0|kS oooi :äa^JK2 ja japl ycal :^<mV, ^ ^Aäij itfO 4.
<^;b^ ^013 9*oäa obi9 :oriS^ 5^2 ^Itt
:9«V^ ^ftjb ^a ^Eft^j:»^ SyO>A^ opj )xä2 000? cytS 6.
j^M^ :;s<s ;Lki ;&;:^ ^mo z^^aS ;xä29 A^oiSi ^;u 6.
^üiitJO^ä ^ löü] JiifiiJK2o ZyOap m^mO 9j2
s^o^ 9^2 ^oicbDjütt cteLd jAo s^oicöb 2äiJo ja^l a6t^ 7.
aoA Zy^aJOAl p'^ )A»*d35 ^o : AiW «V^äo ^»2 JsA^ao 8.
Bi. 148 b. :or<No^ ^ ^o^i» 9üAa :o9ildX29 ^2 ^laSald ca^ 9.
<*f\p ^ 9A ^*0VAOS»aA9 :^Q^a&9 o\ltt ^y^ JKo^o
;u3o : ^0^ ;a^ }aM ;fMi&p s ^ap^ CiAo japl Ip^ 10.
<*;iS^9u« 32 ^«Voä ^«o^i^o :yfib9 ^VoS )Sii^
') S. Brockelmann^ Lexicon Syriacum^ p. 389b.
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— 22 —
Vacat in Ms. 87.
itsö^ Jktoxo lasSpü^o z^Qp s^ö &^ imM^ 88. uQ»€^Sal»
«Aü992 iläto ;au aouA? :^9^2 ^tsibo U^t^lp
:or93A2 Ocn? 3}0>^ «SSttM Zi^p öl ^pa^ yJKd 89. lAnSo^^ttA
:««0)iAlJ dor }<Kib0 ;o^2d :^2 ooia )a)Sib X3 ^b^ 40. ^oc^äotl
^^^ai^^lp ^2 oAao tSMftO :or9>ft2 oor 2M)fii ;o0yM
: iKooi oi^d ;xm ^^^ : JUo? o2 isom? ^o^ 41. iAh^q^^au
:9attJK2 ilä2 tMbo ;m^2p :^iÄbo2 ja ;äJ|o ^ 42. UQ»a!^äatl
BL 129b. ^;^» c^o JKiio ;sft3a3 : JK3iM2 Im 2m\ o2 Aa2o
&ai litkCMp liS^9 z JK^Mi; O^o Ua^ ^ 43. iAhSq^^au
;<^ oojr 20^2^ :JK*iMJKbo ^ofo ;:»oi^ *a2o :;a2
:or9äA2 ;<KMaattiK3 3m^ö z^ ^ü] u8io^€5 ^ä 44. <Ao^äo0
)Ao JKi&2 i9yi#lkj)D ^ itshjaöi^ 5^2 00} ?t.iV^ oAo
:9^2 ^o }ft2 )attäa} :;jkM ^ov üq»ci^€59 opä 46. ^ittiSoypmi
^lif\p^ ^ ppiü bfclo3^2d z^ieSSi q2^ ^^Axd ;92
:a0?<KiQ»2 JA ^ä<K ^2o :^?0^ lai )xaso ^atox 46. uQ»a!^9€yb
♦^oidcoLSi «S^ 2S2 :^oi ^M «S^ €^9
23übAa \>?AiifliVi? :^^€\i« ^Xdd ;«aiS %iteac 47. iftiSftVyW
:^9i2^ 5^5 ('^laa^ tt^lf zSa^ 2>m 5^ ^j^^oX 48.
*^9ia^ ^ V^ox *yi«i :A*nV\ ^äa^? ^ll^doio
') ^^bi oder Jjai auf ;k^ als sprechende Person bezogen.
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— 21 -^
^^32^ 0|JsXi«p : JKfä^d^ ilä2 M ^kJtt <iato :i^a^
9yi09 9b9 ^*fts;i9^ :isibo& ;l!^o 1^ ftftOi« ^j^SbA 27. j^icSi^gn
oai k^Oä xip lyilix lai Iktc^ iä2 ppxSiO :or93ft2
♦ iSaA ^Sm?
SyhAS« i!S\m9 ;x€äD ^i : ^1^ »A Aa2 >to& ;t^ 28. uQic^dOtt
5^ax s^dikp : J1S9 ocFf? Jb^cio^ v*o^jkS^u ;^ 29. iftiAftV^mi
Aa2 y»M.^ ;l!^p :i^a? 2äM oifNOb^ ^o z^^ 3€u4o
tyS ^2o wd^b ^itSi2 ;a29 li^lp JkSMC 2M9 ip^ftiA 30. ^Ao^dold
{^isaS Isfilp &i^ li^9 si^ ^ 29a\ o2 5^0
:JK*ooT ^flii^d ^ttiV, ^? sjiooi 31^29 JK^X« o^i» 3L ifl>iSoi>y(M
{'Jl^b^^^ ofS 29ä\o2 <ia2o :2äit ^UM opdAp
:oo0} ^äi^Oift Qßm y|^ :\2bi^ ^p JsS^ö Ud6ft 32.^A^Ck^aH
«;}ftip» ^,}o0f 94^^9 :tS:^p 23iMp o^aoa OfMp
^ : a^^t 9A opu ^9^^ : 2äüb o^jS ^saw 33. uo»*»«^«»
»^^oA>iMiio ;<k;& 29tfli9 :]to0y bfiUio }ab0 00? ;<k!^
Q*oor jKmsp öbip liä^M Un\m€SoA^ ^900 84. \Ao^Soij
;ti>n\3 zit^Ä^kM Im 2ia\ o2 <ia2o ; Jl\it» ilä2
^iAsoA bLSip :JUSJd M uQ»€AoL09 Qi^iam 86. iftiiSoymi
;i^MJM ;oov J^ zapisol €OJKcbD9 00^20 :opJKo2 ^ox
.»o^od oor loiOi -^9^ ^^ 5^ ^^ ^^^^^ ^^' Äo!^datl
;o^2d oof 2äMoS»o z3i^a^ pp^ ;JKoo^2d :^oio^ f möo
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^ 20 —
J^l yOoiSA &6^ :oxOft ^?}9? Aa2 läMOd 13. JOnnäc^^Os
*> ya? ojMSca 9yiOd tK^a ^ x^ials^a c^oaS %i»€äUd :&Sa
^JiJK^oJKasi iMfii ^010 xoraoS ;o^2 bfx^ zA^üx
^2} oTmS :J|^bo2^^ ^ Jm9M JKi2o :^o ii^oroo^^o
:idüb?92 J^2o tSu hsLMö :JSibD ^3 2a^d oo^2o 16. uQic^äott
zt^iiolf ^ iS^ 2M)a :;oov ;923 orlK^? oo»2o 17. u^ic^^i^
<^JKa^ id2 ofia^ üA^d :;JK&yA i^p ^JK^ öyäou
:JK9ä»2? ^ J^ 90^ cor :}JK^ s^dp ;oorp ^^^f 18. uoio^dotl
%%iSV^»^2 9A ;ui,S^ sQoi^22 2S 90M0M aSiOX?
:aiba*oi ^d ;^0i^ uoioas :;jkSS wop ;ooi? ^ibOf 19. JOnnäo^^iQu
^^oyääuQ» 9a 0^2^ 3^ zai^i^lp ^ }oo} ^0^2 aas
sloor iMS&a ;92d or*>!^9 :0y9äA2 Im M^do ^Um 20. ja^c^icM
-ofiAA 2a»o 29tfaii3 :u8io3i^ o^ 9^2 ^ ^fM 21. lAnSo^^fti
<^qi&ttfN2 ooip ^l ^ Soitf :oMA 29^0:^1? oo^2o
^ ^o)\a ^Jl^ :MitoS iSp 5^ cor JM\ 22. <AQi!^äa0
<»i3A2
:;a^ ^cbo ;i^ JmSso? :29yJK4^ 2^ J^aM <M\ 28. jQiyi9ak^A&
<'29yJK<K 2^ }Wa& Aa2o : 0799^2 M ?>maiD>\? '
: oi9tete ooia ^01 jb^ ^ : 0191^0^ .aoX ^UiOft 24. U8ia!^a۟b
^^AiAM Oljyi i^A 29» iSSi9 :;JK^iie9 ^ ^pö ü^ <K99
:JbflLi^ 99ütt ;ooi «1*0)^0 29M2 :0i99ft2 aods ^o* 25. JOnnäo^^tti
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— 19 -
}^y^ö uQioäoao^ J^ )£1^ ^«^2? &!aö^p litJSi^o»
BL laSa. <^q1mA O0} Op ^OIJKC^M^O : CQf ?tinS 2X1? i^smn
xobouid ^oya^bo? jloif ^e^ :^oo^ l?ä? ^Um 00} ^äa 3.
1^2 9A :;d;u ;or ^ooAA «iäbo^ :}^au«M ;a29 9*ä^ 4.
<^^oT 2M)ao opdA ^«Ai^JK i^^i^ ooi9 ^o}
«^^aptbo }^9 Ji*9 JKabD^a :^^ erv^k^s ^2d o^^hmO
:äeA 2ä2^ plp ciJ^J^Ma :^ääo29 ^2 ^2p öofil 6. uQio^äold
:JKMft 2Sid^' ;bä o^ctto :;o0i 2mmi ^«mojim 2ki 8. U8ia!^äa0
<»2S<K op(l& ;OiJb 39 i^^no :;Aii^o:k39 op(l& ^jqm
:^*0}093A2 9k*0? JK*9 ^ X^OOI 2909 UlOOiM 299 9. iltti^flypHM
{^^An^Oisa^ 01990? 29^ :^«0}QJb?9 id2 ^mAx ioA
:opa? 1^9X9 JLa& JiM:o zoiJtk^ ?y9 JocäM 9btt\ 10. uoioSSott
:^i9902 ^ ^1K9 OfMO :^OCk9^ ^ ?»>i1^{K 0^11. ii9iSHi>y(f9l
«0)9 9taiiO ;Ai^ 29^ :«9UM ^ 292? or?i^
cor? ;^aS& 99 ^ : A^ka& xSp tml 29^M9 12. UQ»9^9O0
}^o <ia2 29«Jk^ ^ r^ooy 3Äaa opacaA ^J^Si«? :or9992
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— i8
Q*ooTa }ft2 1^4^ ^€SXi S5^2? 5^2 ^JoV,» öcf i^ 39. ^ftMa*
%^]äfl^ ^ o{^^a ^^p ;^öe^ :«mu4^<K )^ l^ ^Aa2 lyOA
s?<K\<i>yH o^of JK3ö p^i* siSau ;992o }!i«OA isu^ 42. ja^pöbai
: ^dC79 ^ vA«9 A£o : <KSMS jiofy ^JKeVL ^ 44. uQiaoäoi
JKoa^ i^oüOc^ ijaoJiis 3ots )^ö 5^iio ^ Mido
oo]ft29 :^3orf ]iofy il^j^ 1^0 :^wi2 Im [litt? ^ 45. ^0^
öojiü :^iiSto& jiofy 2'iliQ»o )aua5 :^*boult jiofy ;&o)ayad 46. .Adoäor
;bbä5 : ^lüftAobo ^^OiSi }JKau39 : JKäiS»2 J^a ^ofSyAd 47. ^tMOn
: yOttÄ ^oä^p opsd^o : ^9 obi ciJ^Ji» A^as 48. js^pöiwi
^^^m 19^91 ^o^oA o^d :2>S^o 29^19^ 29üb3a
Bi.85b. :;o0y 7iXx2 3iiA^ oydOijO :}ftO)ft ooy oiislsid y^^tf 49. ^o*
<^^*07olkV,2 ;*903oiSo :;o0} ?iiA^X2 opsä ^ojLü^
:JiJK^o^ <KäijQ)p ;Lac^ :;jK^ «^op l^ OdofJK 50. ^X?^
<«^0Mi«9^ y^i^tf Je^ö zSs^ öiJKaao ;*d09or
:;buö ^cup 5^iiM\t JK9A*? :i^Ad 29^ 5^ Ith^^o^ 61. ;^9^
{^^opOobo 0^90 ;iii^oJK :op^0i ^9 uoipoäo^o
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— 17 —
:iM«?fio AnHftS? 00^2 s^Vii J^ 6t^l i^i^ox }iaA 28. <A9oäor
^^fiKOoaMo 29i»2 XCM900 :Aa2 yttoJUM 2ayA2 ts^a
:}Ai»MM ^Mua^ oo^2 :&ao ^^ 00} äwi^ }^aa 29. ^0^
<*^iäuii^9 ;Li JKi2 JKä*o i^iiop o2 ^tsaui ^ JEoä
: &äA ilä2o }ftO)aya9 s ^*bo^ Jl^d Aa2 ;i»> ^ 30. uoiaoäcn
oo^2d :^9^2 }oi ^o^ XL^o :^6)a ;0| ^'So& J^ 31. ^o*
zitkbiil J!i jSsSi ^oyo zMouid y^^a 5^ M o&M 32. ^mpohai
«^^o» ilä2 5^ ^itoiA : Jl9 M^i^? Aa2 %i»9tf^ )S
i^oro^ M)ao Jteotaft ^ :;^9 o2 jDoMabo oi^ 33. ^imO^
^ tKiä9ov2o mcM^?o t^oio^ fisMoi 5^i>^Sftyi jk&29
.aoJK AaijQ^? 00^2 : ^soiStioM i^ocm!^ 29a& 34. ^mpoim
BL85«. ^öofto :;9o^tiaM ;&99 ;Wi :JU0^ o2 ^äor ^äoi 36. ^iMAft
^;^9 2äyA2 <Mi? : yitn^Kd ^^dJKo dttäob» ;duA 36. uQidoäor
^coiükM tiaUo^ :29yJKJK O^o ;Ste ^ Mid :o;A
<Ki90 : Jl^ bfcl^A ^Moki AAa ;h\Hi>o }as4^ ;l*A 37. ^tMOn
yft^ca «iafeto^^ : ^9op jkx^m j(>\«a<s ^ »Ix 38. uoi^oäor
}ft2 >ti^9 i^AO :^*^92kSe Jl^ JKo^ loi^ zitäiM JL^
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— i6 —
^IpJtM J^ ^h o^oxo rdO^ ^9i2^ ;A^ äsd
«JKftl 9*3äD CL^^ ^d 5^9^ X^te&iiM 9A ^fM
Vacat in Ms. 15. OmO*
I^ft Äao sTiäA ?9L&# Jiopyaä :^*3iM2 9a ^i*s^u im 16. ;sia
s ^oSkfb €6hbd ^MiOdO ;d2 s ^9Mä9 9A ^fiK*ibax ^ 17. ^cy>
<>MOfo2kfb 2ixo <Kmi&? ^MiOdo :i^ o&öyd ^ih«id ^al
^9 :^ä ;oyd ;siA i!SattCL^ z&mdsis j!^p 2aä\ ;i!^ 18. JsaA
<^»auM ^om ^ox ^fitfJo soof }*tt9d ^ 99^2
;iS2 :»auM ^iL ^tf Jioof ;iSd :^oiiaüiarAi^d ;üi ;i^ 19. ^Uicyi
^iom 9^19 y^pa^ ^^o s)V^ ^om jltti
;oro s^oiS Acso^ ^aSL ^osd :^iAA^o ^sib ^«^«^9 20. JaiA
^y^Om ^OmM cuoofd :^om2 ooy Ayi2^ j|a2 3äD2
<KMi&d :)*9iM ^ ^Om ^ox s^>noi }oio ^sib ^iXi^f 21. ^&MCyi
BL84b. i*aaS %^^9 ^AM^aa 9^ x^däa* o2^ ^äoiSio
:«aiS y>\f^? ^2a oy^XA z^^oroMax ^2o ^xib ooof ofM 22. ;ttA
«^oiACsaMia 29i^ yAtKo x^^do* o^ ^te&io Awiao
Xyoo^oa^ aisa*oid ;iib>^ zp^sx ,^ HL^ 0001 09^ 23. JitK^i«
«yOitaüO^ opa ?tih>S asSp zSo^p li^ Sä^M oaauo
z^ofhoi^ ai^9i*oia Jauba z^ooiäattA ääDäM^2 aS^ 24. ^sia
«^o^S fäA2a }9oäA oöp z^OM^aia ;ti?\S A3!io
06p z^iOauMo }aooä ilxid r^foä 9^ ooaj ^^ aS^ 26. ^cy>
<*Qp ottuoia ^fis^a o^ :oSbM ^siba Jijbii
:oytKau9 \i« ^oaA eo^S :o;l^ üQ»oäoa Jiä&M ^ju 26. aQ>aoäoi
^ o^iftVyni %^9 ziiiOiOüAd ^9iil j^Aia oi^ol^io
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— 15 —
BL 83b. >Ma\ z^öäim ^? ;^9^ up)a2o zyimh ofaäo^ U119 Ipatts^ 1.
: ^oroSkfb cAA^ 3vA i9V^ : ^üa^o^o ^fi^y ;«Ax 2.
^jkSa äoMo : U^ Zi^^ ifltox^ : liBUMo Jdaa ^op 3.
:<Kmi& ^P^ ^oiA 9^ :U>^tf ^^ }oay ;ooy IdoytK 5.
9£id : ^oiS 3äD2d }9oäA oqiS : ^«^VJb ja ;s3b ^lAbol 6.
{'dbaA ^«Lo yA^ ooSo :^äAi^2 ^iSkSi
: ^^dcy> o2^ 9£A3yO JKma» : 2ääo2 oö^S )siA ooai OfM 7.
«>^oiS 3äD2a }f09A oöiS z^h^l 9A €6hbO oi^So
BL84a. iüip Z6SM J^^^iS )Aii 99^ ztsiiiil ^ 25d\ 5^ o2 8. JsaA
<^yAjK 0|9k^ jtttLx jlttl :JttSft 5^2d ^MiM
JKm&o :«aiS ^a^ JLi!i^ aa» zoSMC JsSa ^ce^ UäM2 9. ^&MCyi
«oof ;*9äD oSo oof ^3b3 )oyo : ^^äo* o!^ aäo^o
<^^aM&a ^d}^ ]itK2o ido^ 29i^d yooiate!^
:XMft J^a^d 29£id o^ox :Uop o2 ^ ^cu^o (')^12. ^sia
*) Das Metram fordert A\. Nach Berastein (lexicon Syriacum
p. 89) kommt auch A^ in der Bedeutung des peal vor.
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— 14 —
<«^AAtf2 ^ ;»& ^3i^ ziii \^H 2M2d
:}&2 ^p 5^^kaaftiS 2awJK2de : A isoraä» sM^ 5^3^00^ 39. ^cy>
^ J^ iS^oxo vA <Kft2 9te^ :U2 A^^Ji:» ^9^^2 i9e9ütt2de
<«ar9ä0ii&9 ikmp ;*o!i ^bOL^ :i«aroa2 ^ ^o& i^ ^d
1^}lop 5^2 2ib2 ^8^0 i^MKM ^ jMioäo ;a2d
:A^ «BUo ;tK ?€üAsi ^9yi2 :;MiK«AiM ^jbJICO ;JKoS£ 42. ^
^oiaa «ii^ ;*3? 29^ s}»op 5^2 ;i0 ;a2o
i^Ad : ^obofäda ^o^Sift Jbdb : A ^doyoi ^2 5^9bO 43. ^cu
<^U^ 0^0 }a2 U*^\iy :^0|JMi*ii tKäM2 ^On
?9L	dkO :o^ AyitK2d 2;a^ ^^^tox :29a9iM o^ &ap )^ 44. ^M»
yOO^o :^9JäbDd 2Mob ZxiA :%SäM ^d2 2!L^9 ^d 46. ^cy>
aohM :^*ftS009a ^o^Sift AJo^m x^Lmi J^o ii^ iumh 46. ^äto
: ^1^ ^0^9 29kSasS JitK : ^tS^ 5^2 i«ä» ^sl %SäU 47. ^on
«^lUiQM ot^mJ oiaäD 90 \i«9 :}il^ J0M1A9 ^äidLii 9^
: s^^isl J^o aji^ 9äo^2o : 9J05is2p 5^2 ^o» %SäU 48. ^ato
<^^9äo \i« 0I90IO& «!^92o :^ft 29bi«Me ^au^yb jte^
BL73«- o&qa :^SSaoJKtto Sir^ }329 0^0 :^*MJKdiM ^09 ^9tK 49.
<^09oi^ o^ o^ Jio^ ^oo^ISa :»iin\g2 op9 ^Aiäu
Q^o :^SSaoAob9 pA ^929 o^kfib :^*^ouJb 9A Ü9^ 090|JS 60.
4»;ä2i^ 090^ OM? 9^0 : JÜ/K29 oo^S JmSOX
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13
:<KAte ;xdabo *0U9^ «K&l? :^9^^o^ ^ }32d oi^X« 25. ^ImCu
s^oo^ ^^xii*2 JitK^M lAnd s^OyM vA ^a2a ^iOro9\ii26. ^bo
)lk& : ^äoJiM $^op Ufl^ : ^jülJKao ^ate fäteoa 27. ^auo*
apOä^ zifäX^lö p^oStl ^aKi2d zli^ vA JKÄMoa ^A^ 28. ^ä»
z>^9^iAts te2d Ui lAoA ;a2 £5^ ao>Jti2p U^Aio» A 29. ^ImAu
«^^ibaftad ^ofid 2'iiJii ^ 9k«A x^oiS^Ktto ^ii€v\\ M
s^9i^9^ J^^ fi*^ paldUä2d :M&iA ^«oro<K*2 ISwJbi ^ o!i 80. ^äto
:jeVjKx2 ;oio ^^dou ^oof ^fM :^i!^d Jlor ^o^fM )lko 81. ^ImQ*
<*itf>St09 ^ 2^2 ^2d M? :^9te^2 ^2 i^aäD U2o
^ : ^*30& ^«a^ U^ho 2aaao : ^afJa»f<ao %*9teM )^ 82. ^att
JihM o2 : JKicaUi 5^ o^M ^bu : ^däütt ^ 29oa^ 2äo& 88. ^«^
^opd :^aüb^Kioo ;l^a ;alA z^M» ^«fio ^moSo 2ao& 84. ^ä»
«^^oiAaoM ^3» ^opo :^9teS» i\m
^ z^ a^J^o ;x*9bO te2d :^969iSi^ te2a ^4^ ^«^ 86. ^aMOn
^»2 : A^ ^iSjUSa ;;* ^ora : 2Xi*JStK ^a 14^ Afi 36. ^
<«^aä€üi o2^ ^2 ^i	teib2 :;^äte o^ ^tK9te^2
") R ÄO^. ') R ÜS. 3) a^i.
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— 12
«29yM J^9 JitKoJKtto ^ :«iiia5oytK A aA^ UoiV, :te2
<^vA^tK iü aoiJtilp ?A>.M*K» :^9i^Aib2 ^2 w3äD 2&2o
sJKuSs 9^Aib2d ^i&A^g liattoS :2a^M<K^ A ^46» A^a 14. ^
<«<M9btttK2 oiSd 290^1 ?a(!ks z&4m vA ;<K*dfläo6M
:^ n i>i ^>y » ^i > Ad ;bo^ ^p^s :^aäou 1^ ^tK9di^2 ;i0r 16, ^cy>
0S9 ^o^S ^i^Va»^ :te2 9teSi ^jMp 5^ ^ifM ^
oyaöd : JkSi dojMi ^j^Axd ^2o :^^ö]UQ^ a£i UZ 9^ M 16- ^^
«;00| ^d? ^dA 9^iM9 S^i»^^ ^O vJKiJ
: }JK^a2 ^ vJjyJ 29bä^d : m&iA ^d2d i«U9 A Ao 17. ^cy>
«^9äo^2 ^ iMß U2o :.Sa ^JM Aob\ M^
:^9te&<tK9 JK11S9 U^ S^o :M^2 ^d ^ptKd Ao 18. ^
: 5^0yA&o 010!^ 29(a:JKo : o^S MS2d 2do^ eof äai«9 19. ^o*
s ^JK^io^Kaa tMSo JS^s^o : ^däcy» ^ ^i^ 2daS^ 20. ^ätt
«^^dcu o!^ Ui 9te^ M :}^a^ ^ ik^Sj^lp ^^
diu y2o :y»S^ii» ^ üL^d 2^9001 :^i*n>il Im Ji^o^ 21. ^imq*
('<';JKSi09 ^ ^ Ui Mh :^»to&<29 ^2
B17SI«. s<K&2 9^8iS» J^9 ^o^Sa ;dQ^ :^o> 5^ J^oc^ Am« 22. ^att
^k^ÄJOtsl aüp 29dLW ;StoX :^3äD ^ 4^JKiiO ^o^S
Ad^i :tK9^JK29 ;a^ ^Mä» :^äaaoc2p ;Mäo2 JKäu^ 23. ^&MCyi
Diese Strophe, welche in B und R fehlt, ist aus Lamy ergänzt
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— II —
BL 6ia. ^ :^M^ ^^ &01 Ji^ x^o^Sa ^ 5^ It^^ois 64. ^ÜM
s ^niObiJb 9A kMoi^ ;s3ho : ?!^ 2d0|tKa ^ftMO* Mm 2.
<^^iorQii9i^9^ oora 2'ia^ 90 püi^ :^diM diT^ U^ax ^ösi^
<«;oof M^? ?A\S }^U? :orA^ 5^2 y.«&pd ^ä^DO
ji^OfüM zlikäSt, o^d ^^ osbdd :;^>* iüo 29b«OM ^4^ 4.
^fo :ä9üb 2ao^ ^o* a^^o :AV, oß^ U^ ^07 &•
<«tK93A2 o^d 2&a\ oicrya :ii*oiQLi^ 9äo2o ^foäa
ii»oi9äOii& OOI9 o^ jQ»*däo mMO :^oAw oratio ^»mcu
zS^ AuAMbo ^9i^A^ te2d :>i2 9teS» ^JM w3äD ^2 7. ^&MCyi
BLTxb. » ? A^ftn'ftD l^aOtt dp UQ>09 : 29yM 5^ ]ltK*aofifl6M
l^isp :29yJKJK Ao .Jyi3te^2 ä03üb ZtS*^ ^»2 ^U9 9ä02 8. y^M
;&2 :tKäM2 J^9 2901 ii*of JAo^d :^«uJk»tK A «i«äM J^ii^ 9. ^ImO*
f iIa JS9>mM ^o^ oof te29 z^^^poSAk te29 Ji&2 UaUftO
*) Der zweite Teil dieses Verses stimmt überein mit Cod. Sinait
Syr. Die Pesitta hat »Mki^M ^9.
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lO —
BL 6ob. I^OUJKmi )4K«Ad ^iKObioACUO 2^^ ^^OJb yoX*^ yO^Oi« 41. l^äSt
<^^f!^^ ;d^ ^ ^o :Am ;^q^ ;a!iM üaä ;ar
i^JKiA^ yftJSaioAtaao :;A^9yA^sa läa? ojS UdUx5 43. Jius«
s JKObi ItsU? }3g y<KM2? : A^9mi ^ i90tK ^ JOaA 44. ^aäo
<^oiA^^ ^ ^ 2Md 2» s}«mAM A 2äo& 5^ ^
:MJM\ä2 A ^f^AM A?o :2m yOA ^oyo ]itK2o o^S ^d^ 45. 29tfil^
«>29üboM A? 2äo& iKi2kM :yOa d€u«2a ^2 yiii^oM ji^
:wS9d t^O^yk» y^ JOOtA ao^ '^P^ ^3äD Ui 9*9g 46. :EMäO
-opox oai ^äo imAXo ju^ s^aäD a;*3üb a;*9btt ou^yb 47. 2xS«
«yftaa \ntto\ ^iK^ a^U? :wAtt» jü om ^lO^? «^o
: oyihMjs Xü JoAotoa^ s ojm 5^9^10 yi««aao ou^üb 48. ^üm
XyOiiAU o^S ;ü2o 2'iiSi :^op9 1^0 JlteDoiiO )ijooä 49. 2^äSi
^i^Xj^9 ^ Sa avaa :;<t^eAao 29M A^«i«i9
:)ittMM A JiJKodawia ii^tKihM }^o o^Smm 007 i9d 60. :EMäO
\^<KmijK^ ^y^ aii JKOäo ;oio :\^ Uox o^S 9üi«2 ^iSo
1^2 :^3äDf& ofi ÜiM ^yyfio :yOd^oM:& iSihlo U^fXt 51. 29yJW
;a\o :;<t^o^Kaci ;^92 29yJKo :iis^ 2^i«JK ULsa ^i^u 52. :sua»
<«^oiäM ao!^ Us^cäL ^Aa :^9oä 9^ ^oo^JK
290^ s^OMOtto ;ü2o fiiJii :^y\M»i Ja^ ^o^ätK 53. 2>iiSi
Vgl. Str. 24, 2.
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— 9 —
iiSft^ laäo ('yii«d<K2 yoa^ :wi«&d ^?i^ 2ma ^o* 29. la^ii^
s A isi^29 ^09 ^ü^k^a : tKÄM^A^lo JKäoi^K ^cy> 80. ^iiÖM
«^jk!^ €^ ;^ ;^9 :i(^>aia29 Ui ^V*^^
9mÄs Svifii^ <Mm2o tSAiUS Qpd^ i^Mmlp <kAmI 9a 3L IXSi
:yA^9^JK )^ s^ Ui ^Aiä» sA (SorAiiM ^^ÜW ^ioi^ 82. p^^
z ^lOtttiJK ^ 2b: yOAoks : ^07JK A ;A^2 ^<Kc^ 33. 2^*^
^IpJtA yOAd o^S ädxd odiS :«i«äM9 ^os ^Sin^ iKi2kM
: A ^Si^ ^ Aj^ofso sA jouoy.« A 2kai^ uä» ^ 84. ^i*9M
s^dd^l^ ^9 ;iV ^AaybtK s;^AM ^? ^xdAfiUiOd ^ 85. &äX^
s;JK!iotiC9 o2 yOdiS 291^ zltf^oS^i Ol yOttS ^o^ist^ 87. 2xSi
s^iAm pa ^äi^ ;fM2o :^<kVm 5^2 wääo ^ ^IKtia 88. ^auaM
\^A^9yi y2 oor ^p ^ :;3 ^OV ofpOSi ^2 ^2^
s biiMid J^? cp ^dOMA» : ^*MÄto» A ^? 2d^ 39. 2xS«
<^}*duiJs^ Ufa» 2äa&o : fij\ ^*oioei2d J^yoS^^
sA^3äD2^ ^ oai ;^9^ \^ :yi&JKl*92 2d07 J^ 40. ^ÜM
<»]*adK ^ ^A^of^JCd :^iM ^ ^2 A^d ^ai«
Vgl. Matth. i6, 23. ') Lamy .oaJo^. ^) Doch wohl «A &äs oder
LMm; vgl. Str. 33^ 4. Auch joaiä giebt erträglichen Sinn; vgl. Str. 44, i. 46, 2.
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— 8
HyJKJ^ laoM ^iäiXJK^ s Jia^oyiopo jS^ yoa ooi lä^o? 17. &äSä
«ydAaa o2^ lixO ^d^^ zJ^Oni^p ^lA^ ^\^ Swfii^
;<hia0 »ft ^Om y»2 ^2d s^iajol^ uä» ;&2 A^? 18. Pi^
;iS s ojfaaA 9£i ^om yOM^a : JKaa ^*i^2 oaS^ oör 19. &At
^isi^tM lofil ^p :odiS Ul Ul ^9
ZsA^^ts A oöy ^2 O0| dlft^M : Jttjii <^^!lli^9 ^hx Uoi 20. ;auaM
swaaoolo ofieÜ^ li^ : JKaa ^dl ^ aa^ 29^o 21. Ismi^
s^ «M» ;iS ^liA 0^2 :^<K^ ^2 äyiäx ^9^0 22. 9i;äM
«;A^otka9 2d3
Jla2o s^iy^äiBM ^iS äOAd 29y..Mo zai6tS^ ^ &^ ^^ 23. 2xSi
1^2^ :('yMM a^ ^iäi^ 9^0 :<KdäJMi2o u9ä9 ^ k^9 24. ^auaM
Jip90 Z&3 ^gSlis yfttKoSotK39? s^Sg ^or ;d2d OPOM 26. &At
^l^6täo jS ^2 ^^ S^OOJK 1^2 ^iSafiJKd
X^S^qV^M iahiS$ai^XO sJLm? 5^iM fulJU ^OfM 26. ^IiAM
Bi.6oa.ooy 9a opo2 ^oyO^d :y0tfiox2d cqA %#do2 ? »i \\y
') R von zweiter Hand ;b^m^iö.
») Vgl. Nöld. S 64 B. S. Gutbir, Lex. S. 122, Hebr. 11, 11.
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— 7 —
♦ ^AMla (';d|. ^aa h6s2? zlt^ AI )io
sji^ läcFT^ a^p ^39^ :o^iäM o^Og oa^ ^so'id o2 6.
<';oof 9Mfii2d ^^^iS ^M&a :^dtK2^ oo^S ;m9ox 0Ü990
:orth^iia2^ dbo^^ A^^oma^ sof^ä 2aaS ^Ip s^^SL^h 6.
«'oMK^ 79^ U^ol ^^9 sjbOd laü iiiiaai!^o
«o^MX t^oJK*2 Jatex 7^d9 :;^oX^o ^dA 29£ip
^o s 099^0^0 &a ;ftA^9 s^MJhM )^9 )i^2 007 8.
«oyäoMo ;4K<A9 }<l^oto <KoS zojAae ubfM 2^9001 <K*9
;iiMo z;äl^ ^ ;iM9 29^29 x^ts«»? Us^i luxe.
^quo S9^ Jiä&o ?»iif\v%S :}ii^ <Kmi&o JiftMoä jsa^^ 10.
^J^^ ^or^^ dyi>^ \\,*rt xoyaoA ^2 ^solx ö^S
^Aoäoäd :i«3äD9 oj9o2 yO^o^ ^solx s^^oJKaS 2ayiii äM2 U. 29MAi
«wOAsaad 293 i^^o si*9ä09 OJ902 Jla2
SJK&2 iü^2ktafi09 ^9kX QIMO Zs^i» <ia2 ^ ^9äO 29äD2 12. ^9äD
«^Moao iS üiliäm ^99290 :tK9te29 ^ ^190 oof ^^o&
yoa :^i!iMi9JK A }3^ 29d:&9 S^i^V^ ^«OA )S&9 JiJW^9a 13. 2i^
<«;9ai^ lis« ojiteJä 9ox;^9 :JKiiSi9tK2 JitKoau^
z^^aJbl Ul ?Xi^ ^9 :^9orJS i^ ua99 U2 ^iio 14. ;aU99»
BLSQb. ^t*^ ^ 290? ^99290 :tKU929 ^ ylM OOf JOiämh
<K*9 : ^orAOia ;ooy9 ;992 s v^Oi^ aA\o ^l vA 9^ 16. 2»*^
«;^a^ \i« ^mA9 yOa999 :yi&99X 9A cFfkAo oiS
') R ^ÄMio ^^ Doch wohl «^^I
*) Lamy
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6 —
«tSaJi^ X19M o^Aii^o :wi«&p o^aos ^iä^o^ iSa 1^0
«^iOro99A2 Obif oq ;o^2 aao :29£i Ai^^ ^;^otod
s^sa^ ^ yA9^ oof ^äd :^A€A ^2 ^2 99bO 47. ;x€&^
<«yfttK^ 5^2 J0j!^2 900 :yft9a s^motf^l Sa ^ S^o
:;aft£a 1^2 ^o^Sa OäSt : A^ ^?ofiQ» ^ijteoiio ^oä 48. ^iu9M
<'^*orofdir^2 0S9 oof ^07^2 lae :2äo <kA* lK*^otod
:dy9aM^2 u^a^ o]qk^ :Jau^aa 9kM9 o^ ^oä 49. }x<£^
«^^o^JKtto ^iia^Si^ iSft 0^0 lyftäa i^ojk«2 ;oiS2 aap
^yl'Vy z^AsAiäa J^fiu 2&*x z^A^a^lS o^o2 ;^a^ 60. ;nu3äD
:('^JK«29 5^2 ^tK)^ iuo :^a& 001 yftMa o)^o\x 61. ;x£^
<^d^9A&o ^AmaÖ aoliu :?M!iklW 5^ g^^Soxp ^»o
:yQaft^9;tt]i i!i*aJS yodtK x^JKäoMi aQ>3kd If^ts 62. ^a»
^ttoäd :;MyiaMa oy A^ ^^ -9*9^ 9^ ^9^ ^9^^ ^^' 2x£^
{»^ittblii oao^ ar^Xiaa ^^äa :aoji ^^oof op Jijteoi^o
.jOiääod 2äM^a ;<iA9A
BLsga. ^or :^^ opOMd AoJSa ^oks :2m <KMi&a ^2d o^ 1.
: ;<KiOüQ)fii9d dfiQ»aAa 2>xo : qiaS ii^araMüMad 23tfJsii »9 2.
«^^^^2 ^»2 xcntK 9^3 s^JK^M ^2 ;i!ifi J^ aal
Vgl. Str. 12, 3. ^) R t^^. 5) R iää*.
4) D. H. 00p.
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— 5 —
s ^OX^M a^p ^A^ ^oi % ^^S^isp Ui U^ i!i 32. ;guA»
x^M 2m ^A^ ^o^p %lit^oka Ol ^aihists iS 33. ;xS^
iJ^pkA ^'ll^o\ U»2p z^^y^piiM» aQ>doäoy ^ 34. joiÄbo
<»iiB A^AjAM^iSoi^ :iäA^<Kft Qpo Qp>M \obuxo
«OM» yftMd ^^oio^Ijda : ^i!LAtK %^ JS^poiai ^ 36. Jsä^
^ :y\>^H»(in 2'iiida opp zja!l^ol J»pp Jii Am» 36. ^a^o
r^iuHoM wAMp ^^o^y^a s^d^ ^2 ^o^Sa A^ 37. ^so!^
:^ia\pM ^ ^^ ^Jl&ääD :?Axdo2p ^opo &lfl» 38. puM9
lyöQpom^A ^Qoa maSo^^ s^ii«i«atto A Jac^o &!» 39. ^xS^
»^>Siy*i»io ^oopi^^T^o s^oortKo&op ;*äJKaM op^
ooy ^o!^p ;AS^ o^yi xl^iaub 9^ J^ ;^ &äS^ 40. puäM
• 48*. <»^tKQA2 ^ Jjja oora :2äJKtto Ao o^A^ PMo :yÄ3
:JäiAQa ^ ^ db^a ooy Xt^eüsi JKaäold ^»9» 2^*^ 41. ^üS^
: i«fM<K2 vAd )ftA^ ooy : ^aoA ^2 ^ ^oof «Axä 42. puaM
:9\*iK2d od? ooy ^»ed 2äib9d rja^oft ^2 aojs ^ ^Osd 43. ]bc£^
^^MA&d A >ttd A \2o :yftä9 ^Aar &iO^ «^o
:^ii^ tS 9a Jioof «liO^ätt oiäM :J^JK2 9a 29tfil^ «4^^ 44. ^p^^
<»(^^9yi ;iS ^«or€02 o&*2o :ar9äA2 J^ jAii aao
Vgl. Strophe 1 2, 3, ') R ^? «»V ^) Fehlt in R. 4) Vgl. Str. i a, 3.
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— 4 —
zJääi» i«f!^ cpol^ Ik^o :Ax Aoi* yOftyifM }oy 18. ^auäM
: ^i^lp ^ ^^fikboe ;A&^ : ynäiö A» ^M^m }oi 19. )Mi^
: ^^^tK ^o )0i!^ coboa : ^ooASiA^a ;ü2 Ao 20. ^IiAM
«a^:^ 001 ;&aMi 00? ;a\Mo sJKd^MJKl U^^i ^d
syftaa 001 JOii^a ^läX* ^oia :^*allkijsa ^tsA^ iüo 21. )xa^
<^^*<K*2 ooTO ojmSoI mO) }«daa :^Qa ooia oiäoio& ^
:;<Aä€A i^o ;9^a ;V> :c^ <K*2 ^o laoL äai*9 22. ^äm
«^JKiflyA ?n\^\a ^ :^3übtKa ^ojK^^m }ib90
:Al>M 9^ )3Cor MAiaoo : JKätola ^2 yftao2kii äoSiy 23. ;xc£^
«^^2^ 0^0 ^o^Sift ;i[[Ai^ :^oädAJK&a ;i39 o^ ^2o
x^aoS 2a9JQ>o Jäoi!^ Ao :oiS tK*2 A Ji^oi^ 24. ^ausM
:^9fl\M90 2äa& ^>ti>^\ :.!i^ yAiaa orA^o^ 26. ;m2^
<»JKa9JMi2 y^^ ö^ :yatt ;JK2a yOOjttto 9^1« ^o
zjä^ ^ ^oS^ ^o»a zl^ ^2o 2a€^ oof ;i^ 26. ^luäM
<«^oc)iS aaa^ 2aax ^ zlSjaoaü^o 2Sni\\o
BL47b. ^ ;i!i^ &Xde :;^Soto 02 yAdoL OOf A^ 27. ^M^
«»^XiiAiiM ;^aa ope :A^ ^i^ cjtt^ 7d2o :Al>M
J^ Mao z ^asätKO l^hl o^Sift : ^oAxd JSa ^^ ;;L 28. ^u»
<«^JKij;^ ;o\m ii*oiodyi2^ :%#ä9a oifäl yOO^
^ oS :^2 A 2aax o2^2a :^iiatt^a v^fii^ ^2 lU 39. ^xoü^
•>yfta9 i\\,*t> ;iaaoA ^»^ :^ ^ita Q$äaSi
: yCAtS^&äa ^Ai^oS ^<S : aSi:Ko2a 5^2 Ifiä a^ 30. ^u»
4»«iA9a cFffai yCöil Al^ ci» r^^a 5^2 pioi A c^
^a2o i^aaoA ^ J^ M^Axa :ii*fMtK2 ^ Jsä ^a^oa 31. ;m^
*>^aauQi 007 ;a\M aAido :ft^9oV/K2 oiaoyoid
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— 3 —
:;JK^ ^o ;ib9 «i^o s^ ^09 ;au9i^ 23äD2 10. jadAM
:;<KioüQ)fii9 ;oiüs» A^? '^^^ ^?^ Vi^9 ^An^u. ;auaM
r^fM^A yOA 9ad ;sAm? slKooy 2dor viidMipCüAsi yOd 13. JxS^
Bi. 47«. »^j^'-aliiKtiD ^tK yftk3i!^o :^i* yaa mA^KOSOJMO^
0^ ^ ^oihM ^ 2d^a^ : J^ iSii ^ ;S^? }fV, 14. :BuäM
(^dJKSito yädAd ütso^ö ZyftM «lioyo^ ^dS ;fV^ 16. ;m2^
oaufibi ^An^ ;o\mo s^XiJKl? odi oof ^sx»! ;^^ 16. joiam
: Al>M? ^ &ap atmiol z ^^a^t^f ;*^ ;^9 17. JmS^
•>yA9£i oof Ja^^a ^aä aihaioa :^2o Att ^ftcaui cl^
R (vgl. Vorwort S. VI) h^ ^liibo. Da ich mit Ausnahme weniger
unbedeutender Varianten auf die eine Berliner Handschrift angewiesen
bin, so glaubte ich, diese im vorliegenden Texte treu wiedergeben zu
sollen, indem ich die Textesverbesserungen den Fachgelehrten überlasse.
') R 9u^ und ^.
3) R ^(Si^J^o. Über die Form v»\ii> vgl. Nöldeke, Kurzgefasste
Syrische Grammatik. Leipzig i88o. $ 64 B.
4) R hts^p.
5) R 2äo.
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D. H. hat nur süglthä dm^mrä als Überschrift; hier ist jedesmal
der Titel des M^mrä hinzugefügt, dem die Sügtthi angehängt ist. Mömrä
bezeichnet also metrische Homilie, nicht einen biblischen Abschnitt;
s. G. Bickell, Ausgewählte Gedichte der syrischen Kirchenväter. Kempten
1872. S. 28. Anm.
*) S. G. Bickell a. a. O. S. 28. Anm.
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